Fall Grasser: Für Günther Kräuter (S) wäre jetzt "Hausdurchsuchung angebracht"

Ex-RH-Chef Fiedler könnte sich vorstellen, dass Haftgrund vorliegt

Wien (OTS) - Nach dem Vorstoß der Staatsanwaltschaft, die Konten von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser öffnen zu lassen, denkt SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter schon an den nächsten Schritt der Justiz. "In Wirklichkeit wäre auch eine Hausdurchsuchung angebracht", sagte er in der ATV-Diskussionssendung "Am Punkt" zum Thema "System Grasser".

Der ehemalige Präsident des Rechnungshofs Franz Fiedler meinte zur Causa KHG: "Ich könnte mir vorstellen, dass der Haftgrund der Verdunkelungsgefahr gegeben sein könnte." Das aber müsse einzig die Staatsanwaltschaft beurteilen. Zweifel hegte er auch an den Kontenöffnungen von Grasser: "Es stellt sich die Frage, ob es wirklich möglich sein wird, alle ausländischen Konten zu öffnen. Davon wird es abhängen, ob man tatsächlich einen Schlussstrich unter die Causen ziehen wird können."

Ex-Ministerin Maria Rauch-Kallat (V) lobte hingegen die Amtszeit ihres Regierungskollegen Grasser und betonte seine Erfolge wie Nulldefizit und die Privatisierungen: "Ich glaube, dass ein großer Teil der ÖVP hinter der Regierung Schüssel I und Schüssel II steht." Zu den Ermittlungen gegen Grasser erklärte sie: "Ich bin überzeugt, dass jeder in diesem Land ein faires Verfahren verdient - auch Karl-Heinz Grasser."

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