Vivocell: Stammzellen aus Nabelschnurblut gewinnen weltweit an Bedeutung

Graz (OTS) - Am 10. und 11. September versammelten sich in Gmunden weltweit führende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Stammzellen aus Nabelschnurblut zu einem Kongress zum Thema "Stammzellen: Von der Werkbank zur klinischen Anwendung. Der Erfolg von Nabelschnurblut".

Weltweit erkranken jedes Jahr hunderttausende Menschen an Leukämie, Lymphdrüsenkrebs oder verschiedenen Stoffwechselerkrankungen. Allein in Österreich treten etwa 700 Neuerkrankungen pro Jahr auf. Viele dieser Patienten können nur durch eine Transplantation gesunder Blutstammzellen gerettet werden. Viel zu selten stehen jedoch geeigneten Stammzellen zur Verfügung und damit warten viele Menschen vergeblich auf eine lebensrettende Stammzellen-transplantation. Mit Stammzellen aus dem Nabelschnurblut kann diese Tatsache jedoch geändert werden.

Stammzellen aus Nabelschnurblut versus Knochenmark

Bei der Behandlung von Leukämien, Lymphknotenkrebs und angeborenen genetischen Erkrankungen kommen zunehmend Stammzellen aus Nabelschnurblut anstelle von Knochenmark zum Einsatz. Aber 97 % des Nabelschnurblutes werden jedoch nach wie vor ungeachtet weggeworfen und das obwohl die Vorteile von Nabelschnurbluttransplantationen im Vergleich zu Knochenmark - schnellere Verfügbarkeit, geringere Abstoßungsreaktionen und geringere Gefahr der Krankheitsübertragung -immer deutlicher werden. Im General Hospital in Boston, Massachusetts werden bereits etwas 26 % aller Patienten mit Nabelschnurblut transplantiert, berichtet Dr. Karen Ballen aus Boston.

Österreich im internationalen Vergleich hinterher

Dr. Agathe Rosenmayr vom österreichischen Stammzellregister zeigte auf, dass weltweit bereits über 20.000 Nabelschnurbluteinheiten bei Transplantationen eingesetzt wurden. Frankreich und Spanien sind dabei Vorzeigeländer in Europa. Hier werden bereits etwa ein Drittel der zu transplantierenden Patienten mit Nabelschnurblutstammzellen transplantiert. In Japan sind es sogar schon 50 %. 6000 Menschen konnten in Japan bisher von Nabelschnurblut profitieren, bestätigte Dr. Jun Ooi von der University of Tokyo. Österreich hinkt bei der Anwendung von Nabelschnurblut im internationalen Vergleich leider noch hinterher obwohl Stammzellentransplantationen hinter Nierentransplantationen auch hierzulande die am häufigsten benötigten Transplantationen darstellen.

Stammzellenkongress fördert Zusammenarbeit der Ärzte

Der Stammzellenkongress in Gmunden brachte Nabelschnurblut abnehmenden Gynäkologen und behandelnden Hämato-Onkolgen zusammen, um gemeinsam über neueste Entwicklungen und Kontroversen auf dem Gebiet der Nabelschnurbluttransplantationen zu diskutieren. "Ein wichtiger Beitrag zum Austausch zwischen diesen beiden Ärztegruppen, denn nur durch die intensive Zusammenarbeit kann der erfolgreiche Weg weiter gegangen werden" , erläuterte Univ. Doz. Dr. Karl-Heinz Preisegger, medizinischer Leiter bei Vivocell und wissenschaftlicher Kongressorganisator, und ergänzte: "Stammzellen aus dem Nabelschnurblut stellen eine wertvolle Alternative zu Stammzellen aus Knochenmark oder peripherem Blut dar und sind für den Einsatz bei Kindern bereits erste Wahl. Zukünftig wird die Anwendung von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut bei Patienten mit einer eindeutigen Indikation weiter zunehmen."

Weitere Informationen unter http://www.vivocell.org

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