- 16.09.2010, 10:18:03
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EANS-News: CompuGroup Medical AG / Hausarztverträge - Gute Resonanz, aber noch lange nicht perfekt
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Utl.: Repräsentative Umfrage: Viele deutsche Mediziner haben die
Hausarztverträge angenommen, vermissen aber spürbare Verbesserungen
Koblenz (euro adhoc) - Die Stellung der Hausärzte ist nach wie vor ein großes
Thema deutscher Gesundheitspolitik. Besonders heiß diskutiert werden die
Hausarztverträge, die die Versorgung verbessern und bürokratische Hürden abbauen
sollen. Darauf hoffen offenbar viele Hausärzte, denn weit mehr als die Hälfte
der befragten Mediziner (58 Prozent) ist bereits in einem solchen HZV-Vertrag
eingeschrieben. 55 Prozent der teilnehmenden Ärzte freuen sich über Änderungen
zum Positiven - ein Durchbruch. Dennoch sind 59 Prozent der Hausärzte der
Ansicht, dass die Hausarzt zentrierte Versorgung gestärkt werden sollte und
lehnen die von der Bundesregierung geplante Honorarbegrenzung in neuen
Hausarztverträgen ab. Mehr als ein Drittel der Befragten (36,6 Prozent) nimmt
sogar selbst aktiv an Protestaktionen gegen diese Sparpläne teil. So das
Ergebnis des monatlich erhobenen CGM GesundheitsMONITORs, einer repräsentativen
Umfrage der CompuGroup Medical, der Rhein-Zeitung und der Medical Tribune aus
dem September unter 440 zufällig ausgewählten Hausärzten.
Traumberuf mit Nachteilen - Hausärzte fordern Unterstützung
Niedergelassene Hausärzte haben meist ein ganz besonderes Arbeitsethos: Sie
sind für ihre Patienten da, weit über 'normale´ Arbeitszeiten hinaus, auch
nachts und am Wochenende. Dieser persönliche Einsatz wird sicherlich menschlich
geschätzt, von staatlicher Seite jedoch unzureichend honoriert. Der
Hausärzteverband kritisiert, dass gerade Allgemeinmediziner immer noch im
unteren Drittel der ärztlichen Vergütungen liegen und angesichts der hohen
Arbeitslast benachteiligt sind. Hausarztverträge, die die Ärzte direkt mit den
Krankenkassen abschließen, sollen die Situation entschärfen. Wie die Umfrage
zeigt, hält die Mehrzahl der Hausärzte die HZV-Verträge für vielversprechend.
Beinahe sechs von zehn der Befragten (58 Prozent) sind darin eingeschrieben, 42
Prozent reagieren bislang noch zurückhaltend.
Verbesserungen noch ausbaufähig
Die Frage, ob die in einen HZV-Vertrag eingeschriebenen Ärzte zufrieden sind,
lässt sich wohl am ehesten mit 'Jein´ beantworten. Immerhin bekundet weit mehr
als jeder Zehnte, dass sich die Versorgung dadurch verbessert hat (15,4
Prozent) und wünscht sich mehr Verträge für mehr Kassen (14,8 Prozent). Fast
jeder Fünfte (17,7 Prozent) ist sogar mit der Honorarhöhe zufrieden. Allerdings
bekunden 45 Prozent der Teilnehmer, dass sich in Summe zu wenige Änderungen zum
Positiven ergeben haben. Die Gründe für diese Unzufriedenheit sind sicherlich
vielfältig und beeinflusst von den momentan angebotenen unterschiedlichen
Vertragsformen. So hadern Ärzte in den Bereinigungsverträgen nach Paragraph 73b
SGB V derzeit mit dem Aufwand für die Umstellung. Bei den Add-on-Verträgen
wiederum bezweifelt der Deutsche Hausärzteverband, dass diese die Versorgung
wirklich verbessern. Möglicherweise spielt auch einfach lästige Bürokratie eine
Rolle: Nur 7,1 Prozent geben an, dass sich diese Belastung durch die HZV-
Verträge verringert hat.
Skeptiker wollen überzeugt werden
Der relativ hohe Prozentsatz unzufriedener Kollegen bestärkt die Kritiker der
Hausarztverträge, die richtige Entscheidung getroffen und sich nicht
eingeschrieben zu haben. Zwei Drittel der 185 Befragten (67,6 Prozent), die bei
keinem Hausarztvertrag mitmachen, lehnen dies mit der Begründung ab, dass sie
der angebotene Vertrag einfach nicht überzeugt. Mehr als jeder Zehnte der nicht
eingeschriebenen Mediziner (13,5 Prozent) fühlt sich im KV-System besser
aufgehoben und möchte diese Sicherheit nicht missen. 5,4 Prozent sagen, dass
bislang vorliegende HZV-Vertragsangebote zu wenige ihrer Patienten betreffen
und sie aus diesem Grund nicht teilnehmen. 8,1 Prozent würden vielleicht
mitmachen, betonen aber, dass in ihrer Region kein Vertrag angeboten wird.
Sparpläne der Bundesregierung im Kreuzfeuer hausärztlicher Kritik
Trotz teilweiser Skepsis wollen die befragten Hausärzte die HZV-Verträge
gestärkt sehen. Weit mehr als die Hälfte (58,6 Prozent) findet es unangemessen,
dass die Bundesregierung bei den neuen Hausarztverträgen die Honorierung
begrenzen will. 28,8 Prozent der 440 befragten Hausärzte ist das 'egal´ -
vielleicht auch, weil die geplante Limitierung auf Regelversorgungsniveau die
derzeit laufenden Verträge nicht betrifft. Nur 8 Prozent der Hausärzte bringen
für die Sparpläne Verständnis auf und halten sie in der aktuellen Situation für
unvermeidbar.
Viele Hausärzte gehen sogar selbst auf die Straße
Die Empörung über die angedachte Sparpolitik von Bundesgesundheitsminister Dr.
Philipp Rösler ist bei vielen Hausärzten so groß, dass sie die Proteste dagegen
aktiv unterstützen. Mehr als ein Drittel der Befragten (36,6 Prozent) nimmt
selbst daran teil und geht vielleicht sogar mit einem entsprechenden
Transparent auf die Straße. Mindestens ebenso viele Kollegen (36,8 Prozent)
finden die Proteste berechtigt, auch wenn die eigene Praxis nicht direkt
betroffen ist. Lediglich gut jeder Fünfte (20,9 Prozent) hält sich aus der
Diskussion heraus und kann die Protestaktionen nicht gutheißen. Nimmt man diese
Zahlen zusammen, zeigt sich, dass der Deutsche Hausärzteverband mit seinem
Protest gegen die HZV-Pläne der Bundesregierung im Sinne von rund drei Vierteln
aller Hausärzte handelt. Der Verband sieht die gesamte hausärztliche Versorgung
in Deutschland aufgrund der Sparpläne sogar derart bedroht, dass er den Festakt
zum 50-jährigen Verbandsjubiläum abgesagt hat. Begründung: Einen Anlass zu
feiern bietet die derzeitige HZV-Situation nicht.
Über CompuGroup Medical AG
CompuGroup Medical ist eines der führenden eHealth-Unternehmen weltweit. Seine
Softwareprodukte zur Unterstützung aller ärztlichen und organisatorischen
Tätigkeiten in Arztpraxen und Krankenhäusern, seine
Informationsdienstleistungen für alle Beteiligten im Gesundheitswesen und seine
webbasierten persönlichen Gesundheitsakten dienen einem sichereren und
effizienteren Gesundheitswesen. Grundlage der CompuGroup Medical Leistungen ist
die einzigartige Kundenbasis von etwa 370.000 Ärzten, Zahnärzten,
Krankenhäusern und Netzen sowie sonstigen Leistungserbringern. CompuGroup
Medical ist das eHealth-Unternehmen mit der weltweit größten Reichweite unter
Leistungserbringern. Das Unternehmen ist in 14 europäischen Ländern sowie in
Malaysia, Saudi Arabien, Südafrika und in den USA tätig und beschäftigt derzeit
rund 3.000 Mitarbeiter.
Der CGM GesundheitsMONITOR:
Der CGM GesundheitsMONITOR ist eine gemeinsame Initiative der CompuGroup
Medical, der Medical Tribune sowie der Rhein-Zeitung. Monatlich werden
repräsentative Umfragen unter 440 Allgemeinmedizinern zu aktuellen
Fragestellungen im Gesundheitssystem durchgeführt. Grafiken zum Download und
kostenlosem Abdruck, Veröffentlichung sowie Informationen zur repräsentativen
Umfrage finden Sie unter www.cgm-gesundheitsmonitor.de
Über Medical Tribune:
Seit über 40 Jahren gehört die Medical Tribune zu den meistgelesenen Fachtiteln
für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte. Die beliebte Wochenzeitung bietet eine
attraktive Mischung praxisrelevanter Themen aus Medizin, Gesundheits- und
Berufspolitik sowie fachspezifische Wirtschaftsfragen. In einzigartiger Weise
verwirklicht Medical Tribune vielseitige Fortbildung, persönliche Beratung und
Lesefreude in einem Zeitungskonzept. Die Erfolgsgeschichte der Medical Tribune
wird seit Jahrzehnten von der unabhängigen Leserschaftsuntersuchung (LA-MED)
dokumentiert.
Über Rhein-Zeitung:
Das Verbreitungsgebiet der Rhein-Zeitung verbindet die Ballungsräume Köln-Bonn
und das Rhein-Main-Gebiet. Im Zentrum liegt die wirtschaftsstarke Region um
Koblenz. Mit einer Auflage von rund 224.000 Exemplaren und 17 Lokalausgaben
zählt die Rhein-Zeitung ca. 640.000 Leser.
Rückfragehinweis:
CompuGroup Medical AG
Barbara Zörner
Referentin Presse und Medien T +49 (0) 261 8000-1293 F +49 (0) 261 8000-3284 E-Mail: [email protected] Ende der Mitteilung euro adhoc
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