Grüne Margareten: Wunderschönes Gründerzeit-Ensemble in der Zeinlhofergasse ist akut gefährdet

Dvorsky: Machtwort des Bundesdenkmalamts notwendig, um weitere Zerstörung zu verhindern

Wien (OTS) - "Die kleine Zeinlhofergasse in Margareten ist einzigartig, die liebevoll bepflanzten Vorgärten zeigen ein unverwechselbares, idyllisches Straßenbild", betont der grüne Bezirksvorsteher-Stellvertreter Peter Dvorsky. Nun sei das Kleinod wieder in Gefahr. Durch Ausbau und Aufstockung des unter Denkmalschutz stehenden Hauses Zeinlhofergasse 9 soll die klassische, durchdachte Komposition einer ganzen Gasse der Bauspekulation geopfert werden. Die Pläne der hier errichteten zehn Zinshäuser stammen aus der Feder von Fellner und Helmer, die auch an der Erbauung der Wiener Ringstraßengebäude maßgeblich beteiligt waren. Teile des Ensembles stehen bereits unter Denkmalschutz.

Schon vor zwei Jahren reichte der gleiche Bauträger einen Antrag auf Umbau und Aufstockung des Hauses Zeinlhofergasse 5 ein. Die Pläne, die eine Zerstörung des Ensembles zur Folge gehabt hätten, sorgten bei den AnrainerInnen für einen Sturm der Entrüstung. Innerhalb kürzester Zeit wurden 250 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt, der Bauausschuss der Bezirksvertretung lehnte die Pläne schließlich einstimmig ab. Diesmal stimmte die SPÖ gegen die Stimmen der Opposition für eine Aufstockung.

"Die SPÖ misst mit zweierlei Maß", streicht Dvorsky hervor. Während Nachbarn bei Sanierungen in der Zeinlhofergasse in der Vergangenheit penibelst innerhalb der durch den Bestand vorgegebenen Baumaße bleiben mussten, sei die SPÖ nun dabei, ohne Not eine Überschreitung durchzuwinken. AnrainerInnen und die Grünen hoffen nun auf ein Machtwort des Bundesdenkmalamts, um eine weitere Zerstörung des Ensembles in der Zeinlhofergasse zu verhindern.

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