Hanfmedizin Weltkongress

Cultiva Hanfmesse - Eventpyramide Wien 29. - 31. Oktober 2010

Vösendorf (OTS) - Hanf, Cannabis, Marihuana - seit Jahren explodiert das Wissen um den medizinischen Nutzen dieser wertvollen, aber immer noch verbotenen Arzneipflanze. Seit noch mehr Jahren halten sich hartnäckige Vorurteile. Der erste Cannabismedizin-Kongress Österreichs verspricht objektive, aktuelle Informationen für Experten und Publikum. Von Helmuth Santler, CAM

Vom 29.-31. Oktober 2010 treffen sich Experten aus aller Welt in Wien zum Ersten Österreichischen Cannabismedizin-Kongress, der zugleich auch eine der weltweit ersten einschlägigen Veranstaltungen ist, die eine Brücke zwischen den Welten - Ärzte, Apotheker, Wissenschaftler und Patienten - errichten will. Ganz bewusst findet der Kongress deshalb parallel zur 3. Auflage der Hanfmesse Cultiva statt. Das Wissen soll dahin gelangen, wo es gebraucht wird. Zu den Menschen. Die "Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin" kurz CAM Austria konnte dafür 25 namhafte Referenten aus dem Bereich Medizin gewinnen.

"Natürliches Cannabis ist die Medizin der Zukunft", ist Dr. Kurt Blaas, Vorreiter für den therapeutischen Einsatz von Cannabis und Cannabinoiden in Österreich, überzeugt. "Es ist sehr breit einsetzbar, außerordentlich sicher und weist nur geringe Nebenwirkungen auf."

Cannabis? Marihuana, die illegale Droge? Ein Medikament?

"Viele Länder erlauben bereits natürliches Cannabis in der Medizin. In Österreich ist lediglich der Hauptwirkstoff zugelassen, das THC, das unter dem Namen Dronabinol abgegeben wird, obwohl die Republik selbst seit zwei Jahren Medizinalhanf anbauen lässt.

Das größte Hemmnis für eine weitere Verbreitung der uralten Arznei sei ihre Einstufung als Suchtmittel: "Das schreckt viele Ärzte und Patienten ab, die verständlicherweise nicht mit einer illegalen Droge in Zusammenhang gebracht werden wollen. Man sollte sich aber bewusst machen, dass diese Einstufung wissenschaftlich völlig unhaltbar ist. Von den vielen schwer suchtpotenten Substanzen, die am Pharmamarkt sind und bedenkenlos verschrieben und eingenommen werden, will ich gar nicht reden. " so Dr. Blaas.

Anfangs, kamen fast nur extrem schwere Fälle zu ihm -fortgeschrittene Multiple Sklerose, austherapierte Schmerzsyndrome, Krebs im Endstadium, berichtet Dr. Blaas, "Mittlerweile nützen auch viele Patienten mit z.B. Depressionen, Migräne oder Burn-out die heilsam entspannende und gemütsaufhellende Wirkung des THC."

"Vom Joint auf Krankenschein kann natürlich auch nicht die Rede sein;" ergänzt der Cannabisdoktor "Rauchen ist grundsätzlich keine medizinisch akzeptable Konsumform. Es gibt Tropfen und Extrakte, Sprays und ganz neu ein für den medizinischen Gebrauch zugelassenes Inhalationsgerät, bei dem keine Verbrennung stattfindet." In Deutschland wird gerade eine Umstufung des Cannabis diskutiert, um natürliche Zubereitungen für therapeutische Zwecke zulassen zu können."

Infos zu Kongress, Referenten, Vortragsthemen und -zeiten auf der Cultiva Homepage

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Mag. Harald Schubert
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