• 14.09.2010, 14:35:56
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AK-Vizepräsident Bacher-Lagler: Qualitätsbetreuung statt Sozialdumping

Wien (OTS) - "SozialhilfebezieherInnen brauchen gute Unterstützung
und nicht "Zwangsarbeit". Marek?s Vorschlag nach einer Arbeitspflicht
für SozialhilfebezieherInnen ist unüberlegt und gefährdet darüber
hinaus Arbeitsplätze. Außerdem setzt das die Lohndumpingschraube in
Bewegung", kritisiert der Vizepräsident der AK Wien, Norbert
Bacher-Lagler. Wenn Gemeinden in Zukunft für einfache Tätigkeiten
vom AMS Gratisarbeitskräfte zur Verfügung gestellt bekommen, dann
geht jeder Anreiz für die öffentlichen Arbeitgeber verloren, genügend
Arbeitsplätze in diesem Segment zu regulärer Entlohnung anzubieten.
Damit werden die Chancen auf Zugang zum Arbeitsmarkt für Menschen mit
geringer Qualifikation noch weiter verschlechtert. Gleichzeitig
entsteht ein erheblicher Druck auf die Löhne für alle, die bereits in
diesem Bereich beschäftigt sind. "Gerade für geringer Qualifizierte
ist die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt bereits jetzt schon sehr
groß. Stehen in Zukunft noch Gratisarbeitskräfte zur Verfügung,
fallen die Chancen auf regulär entlohnte Arbeit für diese Gruppe ins
Bodenlose. Gerade das sachlich gescheiterte Modell der
"Ein-Euro-Jobs" in Deutschland zeigt, dass dies den Betroffenen nicht
aus dieser Sackgasse auf den Arbeitsmarkt hilft", sagt Bacher-Lagler
und verweist darauf, dass die Pflicht zur Annahme einer regulären
Beschäftigung ohnehin besteht und eine Verweigerung Sanktionen nach
sich ziehen wird.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Thomas Angerer
Tel.: +43-1 501 65-2578
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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