- 13.09.2010, 12:15:59
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Marek gibt Startschuss für Revitalisierung der Klimt-Villa
Staatssekretärin erfreut über Schaffung einer Kombination aus Gedenk- und Behindertenwerkstätte im 13. Bezirk
Wien (OTS/BMWFJ) - "Nach der Revitalisierung der Klimt-Villa wird
ein völlig neuer Ansatz in der Museumskultur, ein sogenanntes 'museum
in progress' entstehen", freute sich heute, Montag, Christine Marek,
Staatssekretärin Im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und
Jugend, anlässlich einer Pressekonferenz zum Auftakt der
Sanierungsmaßnahmen an der Klimt-Villa in Wien Hietzing. "Rechtzeitig
zum 150. Geburtstag von Gustav Klimt im Jahr 2012 wird hier eine
Kombination aus Gedenk- und Behindertenwerkstätte eröffnet."
Von 1911 bis zu seinem Tod 1918 benutzte Gustav Klimt das
ursprüngliche Gartenhaus als Atelierraum bzw. Werkstatt während
seiner letzten Schaffensperiode. Dort schuf er großartige Bilder wie
etwa Adele Bloch-Bauer II, Dame mit Fächer und Frederike Beer. In der
Klimt-Villa werde man in Zukunft auch an zahlreichen Events wie
beispielsweise an Mal- und Zeichenseminare teilnehmen können, so
Marek. Besucherinnen und Besucher würden so nicht nur die
Möglichkeit haben, in dieser Villa das Raum- und Lebensgefühl von
Gustav Klimt wahrzunehmen. "Damit sollen besonders auch Familien und
Jugendliche angesprochen und in ihnen die Neugierde für Kunst und
Kultur geweckt werden".
Gleichzeitig wird in einer Behindertentagesstätte Kunst und Kultur
auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen zugänglich gemacht. Garant
für den modernen Ansatz der Museumspädagogik sei das
Comenius-Institut (Kuratorium für künstlerische und heilende
Pädagogik) mit Frau Direktor Dr. Elisabeth Rössel-Majdan an der
Spitze.
"Für Kinder und Jugendliche entsteht somit ein sinnvolles,
erweitertes Freizeitangebot, gleichzeitig soll hier in Wien aber auch
ein neuer touristischer 'hotspot' für viele Besucherinnen aus Japan,
den USA und natürlich auch aus Österreich geschaffen werden", so
Marek.
Bis hierhin sei es ein langer Weg gewesen, so Marek, die in diesem
Zusammenhang den vielen engagierten Personen im
Wirtschaftsministerium, der Burghauptmannschaft Österreich, dem
Bundesdenkmalamt, dem Comenius-Institut sowie dem Bezirksvorsteher
des 13. Bezirks und natürlich auch den Mitgliedern des Klimt-Vereins
dankte.
Lebendige Gedenkstätte sein - ein Ort der Begegnung
"Die Einrichtung und der Betrieb der Gedenkstätte sollen eine
Brücke aus der Zeitgeschichte in die Gegenwart schlagen, es wird der
kunsthistorischen Bedeutung Gustav Klimts und den allgemein
anerkannten musealen Maßstäben und Anforderungen sowie der Würde und
dem Ansehen der Gedenkstätte Rechnung getragen.", betonte Elisabeth
Rössel-Majdan, geschäftsführende Präsidentin des gemeinnützigen
privaten Vereins "Kuratorium für künstlerische und heilende
Pädagogik. "Was wir vermeiden wollen, ist ein erstarrtes, verstaubtes
Museum." Es soll eine lebendige Gedenkstätte sein - ein Ort der
Begegnung mit Kunst als Therapie, zur Erholung, zum Wecken
schlummernder Begabungen und Neigungen. Hier bestünden noch viele
Entwicklungsmöglichkeiten, sowohl auf bildnerischem Gebiet, als auch
auf musikalischem.
"Die Burghauptmannschaft Österreich investiert rund 1,8 Millionen
Euro in die Revitalisierung der denkmalgeschützten Klimt-Villa", so
Burghauptmann Wolfgang Beer im Rahmen der gemeinsamen
Pressekonferenz. Im Zuge der Revitalisierung wird im Erdgeschoß eine
Gedenkstätte für Gustav Klimt und im Obergeschoß Schulungsräume für
das Comenius-Institut eingerichtet. Die baulichen Maßnahmen werden im
Einvernehmen mit dem Bundesdenkmalamt durchgeführt. Die
Fertigstellung erfolgt somit im Spätsommer 2012. Das ursprünglich
ebenerdige Bauwerk dürfte zwischen 1853 und 1865 errichtet worden
sein. Es wurde nach dem Tod Klimts im Jahr 1922/23 aufgestockt und
umgebaut. Mit den Baumaßnahmen soll im Allgemeinen den Zustand des
Umbaus nach 1922/23 wieder hergestellt werden.
"Hinsichtlich der Ausstellung soll vor allem die Lebens- und
Arbeitsatmosphäre von Gustav Klimt vermitteln", so Architekt Eduard
Neversal.
Bezirksvorsteher Heinz Gerstbach zeigte sich sehr zufrieden mit
der Entwicklung rund um die Klimt-Villa. "Endlich ist es gelungen,
dass dieses kulturhistorische Juwel saniert wird und das letzte
Atelier von Gustav Klimt in neuem Glanz wiederersteht." Dadurch
erhalte Hietzing eine weitere lebendige Kulturstätte.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Staatssekretariat: DI (FH) Lukas Pohl Tel.: +43 (01) 711 00-5838 Referat Presse: Mag. Alexandra Perl +43 (01) 711 00-5130 [email protected] www.bmwfj.gv.at
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