- 13.09.2010, 11:18:56
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VP-Riha: Mangel auf allen Ebenen - Wien muss "kindgerecht" werden!
Keine Betreuungsplätze, keine Kindergartenpädagog/innen, keine Plätze für Kinder in Krisenzentren etc.
Wien (OTS) - Vorschläge für eine "kindgerechte" Gestaltung von
Wien präsentierte heute die ÖVP Wien Gemeinderätin und
Familienexpertin Monika Riha in einer Pressekonferenz. "Es gibt
vieles, was die Wiener SP-Stadtregierung noch tun muss, um den
urbanen Lebensraum kindgerecht zu gestalten. In Fragen der Bildung,
der Sicherheit und der Ausgestaltung des öffentlichen Raums müssen
viel stärkere Akzente gesetzt werden. Dieser Aufgabe muss sich eine
Stadtregierung in der kommenden Legislaturperiode stellen", so die
VP-Gemeinderätin.
"Kindergärten an Belastungsgrenze"
Speziellen Nachholbedarf sieht sie bei der vorschulischen Bildung und
Betreuung. Auf Grund des Mangels an Kindergartenplätzen und dem noch
eklatanteren Mangel an geschultem Personal sei die Situation
dramatisch. "Der rechtliche Rahmen ist unklar. Es gibt zu wenige
Einrichtungen und viel zu wenig Personal. Für 8.000 bis 10.000 Wiener
Kinder fehlen Plätze in den Kindergärten und Kinderkrippen. Und die
Personaldecke aller Träger dieser Einrichtungen ist erschreckend dünn
geworden, es fehlen in Wien 200 bis 300 KindergartenpädagogInnen. Das
ganze System ist an der absoluten Belastungsgrenze angelangt!", so
Riha.
Rechtsanspruch, akademische Ausbildung und Entwicklungsplan
erforderlich
Um dieser kritischen Lage zu begegnen, fordert Riha die Verankerung
eines landesgesetzlichen Rechtsanspruches auf einen
Kindergartenplatz. "Das ist das gute Recht aller Wiener Eltern und
Kinder. Im Rahmen einer Unterschriftenaktion", so die
VP-Gemeinderätin weiter, "haben sich mehr als 1.500 Personen für
diese Forderung ausgesprochen!" Um dem Mangel an Personal zu
begegnen, soll die Ausbildung von KindergartenpädagogInnen
akademisiert und dadurch attraktiver werden. "Wenn sich mehr Menschen
für diesen Bildungsweg entscheiden, wird sich die Situation allgemein
entspannen", hält sie dazu fest. Dem Mangel an Kindergärten soll
durch einen Entwicklungsplan begegnet werden. "Durch die Errichtung
neuer Standorte und den Ausbau bestehender soll bis 2015 ein
bedarfsgerechtes Netz geschaffen werden. Jedes Wiener Kind soll
seinen Platz bekommen", so Riha.
Sicherheit für Kinder
Mittlerweile kritisiert selbst die Gewerkschaft die Zustände in den
Wiener Krisenzentren. Die Stadt Wien müsse sich hier endlich ihrer
Verantwortung bewusst werden, fordert Riha. "Es kann nicht sein, dass
man auf Seiten der Stadt versucht, alles schön zu reden.
Problembewusstsein ist gefragt. Die Politik des Wegschauens und des
Leugnens muss ein Ende haben. Die Stadt Wien ist aufgefordert, die
rosa Brille abzulegen und zu handeln. Niemandem ist geholfen, wenn
man Probleme unter den Teppich kehrt."
Sicherheit für Familien - Elternbildung und aufsuchende
Familienarbeit ausweiten
Um die Sicherheit von Familienmitgliedern und Kindern zu fördern,
schlägt Riha die Ausweitung bzw. den Ausbau des Angebots an
Elternbildung vor. Mütter und Väter sollen dabei durch Beratung,
Coaching und Kurse bei ihrer Aufgabe begleitet und unterstützt
werden. Daneben soll die aufsuchende Familienarbeit gestärkt und das
Netz an Eltern-Kind-Zentren merklich ausgebaut werden. "Das sind
alles Bestandteile einer familiären Präventionsarbeit. Auch hierbei
gilt, dass Vorsorge besser als Nachsorge ist", meint Riha dazu.
"Kinderverträglichkeitsprüfung" und "Masterplan Kinderstadt"
Im Rahmen einer "Kinderverträglichkeitsprüfung" soll sichergestellt
werden, dass die gesamte Stadtpolitik auf ihre "Kindertauglichkeit"
überprüft wird. "Urbane Kommunalpolitik aus Sicht der Kinder muss
endlich jenen Stellenwert erhalten, den sie verdient. Mit diesem
umfassenden Plan können wir das erreichen", meint sie dazu. Um die
Stadtplanung besser als bislang auf die Bedürfnisse von Kindern
einzustellen, soll ein eigener "Masterplan Kinderstadt" erarbeitet
und umgesetzt werden. "Ziel muss es sein, den öffentlichen Raum
stärker als bislang auf die Bedürfnisse und Anforderungen von Kindern
einzurichten", hält sie dazu fest.
"Bürgermeister Häupl wünscht sich auf seinen Wahlplakaten die beste
Bildung für unsere Kinder. Die Frage ist, warum er in 16 Jahren im
Amt nach wie vor nicht dafür gesorgt hat, dass unsere Kinder die
bestmögliche Bildung erhalten - schließlich hatte er das ja in der
Hand", kritisiert Riha. Für die ÖVP stehe fest, dass Wien nur dann
fit für die Zukunft sein wird, wenn es kindgerechter werde. "Eine
Stadt ohne Kinder", so die VP-Gemeinderätin abschließend, " ist eine
Stadt ohne Zukunft. Eine Stadt, die sich um die Bedürfnisse von
Kindern kümmert, tätigt die beste Investition in die eigene Zukunft.
Unsere Vorschläge für ein kindgerechtes Wien sind eine solche
Investition!"
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T: (+43-1) 4000/81 913, F:(+43-1)4000/99 819 60
mailto:[email protected]
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