Holzpellets: Doppelt so lange heizen um das gleiche Geld

Vor Beginn der Heizsaison liegt Preisunterschied zwischen Pellets und Öl bei 44%

Wien (OTS) - Der Preisunterschied zwischen dem ökologischen Brennstoff Holzpellets und dem fossilen Energieträger Heizöl Extra Leicht liegt auch zu Beginn der Heizsaison 2010/11 stabil bei fast 50 Prozent. Davon profitieren 72.000 Haushalte und Gewerbebetriebe in Österreich, die bereits auf Holzpellets umgestiegen sind sowie etwa weitere 8000, die in diesem Winter umsteigen. Konkret kosteten 1.000 Liter Heizöl Extra Leicht am 10. September 740 Euro. 2000 kg Holzpellets mit dem gleichen Brennwert waren zu diesem Zeitpunkt für 415 Euro zu bekommen.

Ein Einfamilienhaus benötigt in einer Heizperiode im Durchschnitt 3.000 Liter Heizöl. Die Kosten dafür liegen aktuell bei 2.220 Euro. Wird das gleiche Einfamilienhaus mit Holzpellets beheizt, werden dafür rund sechs Tonnen zu insgesamt 1240 Euro benötigt. Die Ersparnis liegt damit aktuell bei rund 1.000 Euro pro Heizsaison. Hohe Preise für Mineralölprodukte beeinflussen weiterhin stark die Inflationsrate. Laut Statistik Austria sind Energiepreise nach wie vor Hauptpreistreiber. Bei den wichtigsten Preisänderungen im Juli 2010 gegenüber Vorjahr rangiert Heizöl Extra Leicht mit einem Plus von über 23 Prozent an vorderster Front. Auch Heizen mit Strom wurde teurer. Eine von der Energieagentur im Auftrag der Arbeiterkammer veröffentlichte Studie zeigt, dass die Strompreise bei vielen Anbietern zwischen Juli 2008 und Juni 2010 um bis zu 28 Prozent gestiegen sind (durchschnittlicher Jahresverbrauch: 3.500 Kilowattstunden; Energiepreise ohne Steuern, Rabatte, Netzkosten; Juli 2008 bis Juni 2010).

"Das österreichische Produkt Holzpellets lässt sich auch von internationalen Krisen nicht beeindrucken - weder der Verfall des Euro noch die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko haben einen Einfluss auf den ökologischen Brennstoff", wies proPellets Austria Geschäftsführer Dr. Christian Rakos auf die Stabilität der Preise in seiner Branche hin. Bei weiterhin kontinuierlichem Wachstum der Branche werden 2020 in Österreich über 200.000 Haushalte und Gewerbebetriebe mit Pellets heizen.

Österreich ist mit einer Produktionskapazität von über 1,2 Millionen Tonnen Pellets pro Jahr der sechstgrößte Pellets-Produzent der Welt und kann den österreichischen Bedarf (rund 660.000 Tonnen) leicht decken. Der Rohstoff kommt aus den heimischen Wäldern und auch die Verarbeitung findet in 27 österreichischen Pelletswerken statt. Das garantiert eine hohe inländische Wertschöpfung und die Unabhängigkeit von ausländischen Energieträgern. Österreichische Firmen sind nicht nur bei der Produktion des Brennstoffes führend, sondern auch bei der Herstellung von Heizkesseln und Pelletkaminöfen.

proPellets Austria ist der Verband der österreichischen Pelletwirtschaft und vertritt über 60 österreichische Unternehmen aus den Bereichen Pelletproduktion, Pellethandel, Herstellung von Heizkessel und der Zulieferindustrie. proPellets Austria ist Mitglied des Europäischen Biomasseverbands AEBIOM und des European Pellet Council.

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Dr. Christian Rakos
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