- 10.09.2010, 13:59:24
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Goldene Wiener Auszeichnungen für Maria Bill und Alexander Goebel
Kulturstadtrat Mailath überreichte im Wiener Rathaus das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien
Wien (OTS) - Eine besonders heitere Stunde hat heute, Freitag,
der Wappensaal im Wiener Rathaus erlebt, als die Redner sich im
Erzählen launiger und persönlicher Anekdoten überboten: Maria Bill
und Alexander Goebel erhielten von Kulturstadtrat Andreas
Mailath-Pokorny das "Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien": "Zwei
hervorragende Künstler, die in ihrer künstlerischen Arbeit hohe
Qualität bieten und damit viele Menschen ansprechen", so Mailath.
Heinz Sichrovsky, News-Kulturchef, sprach in seiner launigen und
herzlichen Laudatio vom "Wunder Bill", das man nicht einfach abrufen
kann, "es will wach geküsst werden". Er erinnerte an die vielen
Figuren, die Maria Bill in ihrer 30jährigen Bühnenlaufbahn
verkörperte, u. a. Edith Piaf, Mutter Ubu, Mutter Courage, Sally
Bowles, "ganz verschieden in Herkunft, Alter und sogar Geschlecht":
"Wenn Maria Bill nicht gerade Maria Bill ist, dann ist sie Fee und
Troll in einem, alterslos, ein Satyr in der Handhabung
komödiantischer Mittel."
Schauspieler Erich Schleyer wies in seiner Laudatio auf die
gemeinsame Zeit bei der Rocky Horror Show hin, in der Goebel den Riff
Raff verkörperte: "Die anderen Darsteller wurden geküsst, umarmt und
geliebt, aber Goebel wurde vergöttert." Er habe Wien mitgeprägt und
zur Musicalstadt gemacht. Goebel sei "ein vielseitiger Künstler, der
Wien so viel gegeben hat und dabei immer bescheiden geblieben ist."
Maria Bill blickte in ihren Dankesworten an ihre Anfänge in Wien
zurück: "Eigentlich wollte ich nur kurz bleiben, und heute, nach 30
Jahren, bin ich immer noch hier. Wien hat mich mit offenen Armen
empfangen und aufgenommen. Ich habe hier tolle Menschen kennengelernt
und wichtige Rollen gespielt."
"Wien ist für mich ein Gefühl", betonte Alexander Goebel in seiner
Dankesrede. "Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort." Er habe
sich in die Poesie der Stadt verliebt: "Wenn Wiener begeistert sind,
dann gibt es keine Grenzen." Er schwärmte: "Das Wienerische ist eine
Sprache des Gefühls", und verabschiedete sich mit G'schamster Diener.
Für den Inhalt verantwortlich: Renate Rapf
Rückfragehinweis:
Dr. Renate Rapf
Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
Tel.: 4000-81175
mailto:[email protected]
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