• 10.09.2010, 11:30:43
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Hernals mit ganzem HerZen

StR Rudi Schicker und BV Ilse Pfeffer eröffnen letzten Teil der HerZ-Neugestaltung

Wien (OTS) - Die mehrjährige Umgestaltung des Hernalser
Zentralraumes (HerZ) ist mit der Vollendung des
St.-Bartholomäus-Platzes nun komplett. Heute, Freitag, eröffneten
Verkehrs- und Planungsstadtrat Rudi Schicker, Bezirksvorsteherin Ilse
Pfeffer und der beauftrage Gestaltungsplaner und Leiter der
Gebietsbetreuung im 17. und 18. Bezirk, Architekt Timo F. Huber, mit
dem St.-Bartholomäus-Platz das letzte HerZstück der Umgestaltung.

Stadtrat Schicker zeigt sich über das Projektergebnis erfreut:
"Wien ist Doppel-Weltmeister der Lebensqualität - damit das so
bleibt, investieren wir aktiv in den öffentlichen Raum: für mehr
Verkehrssicherheit und eine bessere Aufenthaltsqualität. Bestes
Beispiel dafür ist die nun fertig gestellte Neugestaltung des
Hernalser Zentralraums. Hier haben wir in den letzten Jahren, unter
Einbeziehung der Hernalser Bürgerinnen und Bürger, die Lebensqualität
noch einmal ein ganzes Stück gesteigert und konnten gleichzeitig
sämtliche Anforderungen unter einen Hut bringen: vom schönen Platz,
über die Einkaufsstraße bis hin zu den Verkehrsflächen."

Für die Bezirksvorsteherin des 17. Bezirks, Ilse Pfeffer, stellt
vor allem der durch die Umgestaltung erzielte Platzgewinn für die
Menschen in Hernals eine massive Aufwertung dar: "Die Neugestaltung
des Hernalser Zentralraums schafft mehr Platz zum Leben. Mehr Platz
für Alle, für jung und alt, für beiderlei Geschlecht. Wichtig ist die
Übereinkunft mit den Anrainerinnen und Anrainern, dass der
St.-Bartholomäus-Platz nun fast autofrei ist. Das ermöglicht neue
Durchblicke und Querungen am Platz und macht den Aufenthalt
attraktiv. Es erhöht auch die Sicherheit, unterstützt durch die neue
Beleuchtung am Platz und in der Kalvarienberggasse. Wichtig war auch
Vorkehrungen für den Fastenmarkt zu treffen. Für diesen sind nun
moderne technische Voraussetzungen geschaffen worden."

Mehr Lebensqualität im "HerZ"

Mit der Neugestaltung des St.-Bartholomäus-Platzes ist die dritte
und letzte Bauphase zur Aufwertung und Attraktivierung des Hernalser
Zentralraumes (HerZ) abgeschlossen. Der ehemals als Parkplatz
genutzte Kirchenvorplatz erstrahlt in neuem Glanz und lädt zum
Verweilen ein.

"Die Gestaltung der kleinen Plätze im Wohn- und Arbeitsumfeld
macht einen Teil der Lebensqualität der Bevölkerung aus. Es ist eine
große Chance, durch gezielte Investitionen in diese Freiräume ein
Gebiet nachhaltig aufzuwerten. Mit dem neuen Funktionskonzept und
einigen wenigen Gestaltungselementen wurde die Aufenthaltsqualität am
St.-Bartholomäus-Platz deutlich verbessert. Planungsansatz war die
Gestaltung des gesamten Platzes, von Hauskante zu Hauskante, trotz
Trennung in Aufenthalts- und Verkehrsflächen. Wesentlich war auch,
die Multifunktionalität des Platzes zu gewährleisten. Der regelmäßig
stattfindende Kalvarienbergmarkt wurde in die Planung einbezogen,
auch die Infrastruktur dafür verbessert", erklärt
Gebietsbetreuungsleiter Architekt Huber.

Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität im Vordergrund

Der zentrale Bereich von Hernals war in die Jahre gekommen. Obwohl
die vielen hier vorhandenen öffentlichen Institutionen, die
kommerzielle Einrichtungen, die Kalvarienbergkirche und der
Fastenmarkt vor Ostern über die Grenzen des Bezirkes hinaus einen
Anziehungspunkt bildeten, entsprach dieser Bezirksteil sowohl
gestalterisch als auch funktionell nicht mehr einem zeitgemäßen
urbanen Zentrum.

Bei der Umgestaltung stand v.a. im Vordergrund:

- Verbesserung der Verkehrssicherheit, vor allem für zu Fuß
     Gehende
   - Verbesserung der Aufenthalts- und Gestaltungsqualität des
     öffentlichen Raums
   - Identitätsstiftende Maßnahmen um die Besonderheit des Ortes
     hervorzuheben.

Das großangelegte Leitprojekt umfasste den Elterleinplatz mit den
Anschlussbereichen der Jörgerstraße, Hernalser Hauptstraße und
Hormayrgasse, den St.-Bartholomäus-Platz, die Kalvarienberggasse von
Rötzergasse bis Geblergasse und Verkehrsmaßnahmen in der Rötzergasse.

Das EU-geförderte Leitprojekt in drei Bauabschnitten

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 3,8 Millionen
Euro. Diese Summe wird über das Bezirksbudget Hernals, das
Zentralbudget der Stadt Wien und eine Förderung der Europäischen
Union finanziert. Im Rahmen des Projektes UTN II werden 50% der
Gesamtkosten von der Europäischen Union übernommen.

Beim ersten der drei Bauabschnitte im Jahr 2006 wurden
Fahrbahnanhebungen bei den Haltestelleninseln der Linie 9 in der
Hormayrgasse errichtet und zwischen Fahrbahn und Grünfläche vom
Elterleinplatz bis zur Haltestelleninsel der Linie 9 in der
Hormayrgasse ein Gehsteig hergestellt. Auch die Rötzergasse wurde
umgebaut. Sie ist nun im Gegenverkehr befahrbar. Hierdurch wurde die
Kreuzung Kalvarienberggasse/Elterleinplatz vom starken
Rechtsabbiegestrom aus der Kalvarienberggasse zum Elterleinplatz
entlastet.

Der zweite Bauabschnitt von 2007-2008 umfasste die Neugestaltung
des Elterleinplatzes und der Kalvarienberggasse bis zur Rötzergasse.
Im Detail wurden der Bereich um den Alszauberbrunnen umgestaltet, der
Vorplatz vor dem Bezirksamt ebenso verbreitert wie die
Haltestelleninsel der Linie 43 (in Fahrtrichtung stadtauswärts). Eine
Fahrbahnanhebung erleichtert den Zugang von der Haltestelle zum
Bezirkszentrum. Großzügige wettergeschützte Sitzbereiche sowie
attraktive Oberflächenbeläge und eine Neuordnung der Grünflächen
tragen zu mehr Aufenthaltsqualität am Platz bei. Ein taktiles
Blindenleitsystem führt mit eindeutigen Zuordnungen über den Platz,
erweiterte Aufstellflächen vor den Schutzwegen bieten zusätzliche
Sicherheit für FußgängerInnen.

Die dritte und letzte Bauphase in den Jahren 2009 und 2010 brachte
in der Kalvarienberggasse, mit der Anhebung der Fahrbahn zwischen
Rötzergasse und Elterleinplatz, den Taxistandplatz und die Parkspuren
auf Gehsteigniveau. Werden diese Flächen nicht als Parkraum benötigt,
können sie je nach Bedarf als erweiterter Gehsteig und
Aufenthaltsbereich, für Anlieferung, mobile Bepflanzung oder für
Schanigärten genutzt werden, zudem ist das Überqueren der Fahrbahn
für FußgängerInnen wesentlich komfortabler.

Freiraum statt Parkplatz am St.-Bartholomäusplatz

Noch vor einem Jahr war der St.-Bartholomäus-Platz mit Autos
zugeparkt und in der Kalvarienberggasse drängten sich Schülergruppen
auf einem viel zu schmalen Gehsteig. Nun lädt der Vorplatz der
Kalvarienbergkirche zum Verweilen ein und die Kalvarienberggasse
bietet nun bis zur Geblergasse mehr Raum und Sicherheit für zu Fuß
Gehende.

Wesentliches Element bei der Neugestaltung des
St.-Bartholomäus-Platzes war, einen Platz zu schaffen, der viele,
teils sehr unterschiedlichen Nutzungen wie Aufenthalts- und
Erholungsfläche, Veranstaltungsfläche bei Festen und Fastenmarkt,
Erschließungsfläche für die angrenzenden Liegenschaften, Vorfeld für
die Kirche, etc. ermöglicht.

Seit der Umgestaltung ist das Vorfeld der Kirche verkehrsfrei. Die
Zufahrten zu und die Stellplätze vor den Liegenschaften am Platz
blieben bestehen. Mit der Eröffnung der Volksgarage am Parhamerplatz
im Oktober 2006 wurden 137 Tiefgaragenstellplätze in unmittelbarer
Nähe geschaffen. Weiters stehen nach dem Umbau ein Trinkbrunnen,
viele Fahrradbügel, Mistkübel und Hundeset-Spender zu Verfügung. Und
bei der neuen Citybike-Station Ecke Elterleinplatz kann man sich rund
um die Uhr Fahrräder ausleihen.

Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger

Die Grundlage für die Neugestaltung entstand in einem
Bürgerbeteiligungsverfahren, bei dem AnrainerInnen, die lokalen
Akteure, Bezirk und Magistrat gemeinsam ein Funktionskonzept
erarbeitet haben. Dieses Funktionskonzept wurde in zwei
Bauabschnitten zwischen September 2009 und Juni 2010 umgesetzt. Es
entstand ein verkehrsberuhigter, urbaner Platz, der Flexibilität für
unterschiedliche Nutzungen bietet.

Gebietsbetreuung als Anlaufstelle für Fragen zur Stadterneuerung

Bei Fragen zu Projekten der Stadterneuerung in Hernals und Währing
können sich Bürgerinnen und Bürger einfach und unkompliziert an die
Gebietsbetreuung wenden. Im Lokal in der Lacknergasse 27 (Tel: 485 98
82) erhalten sie Auskunft zu aktuellen Planungen. Die
Gebietsbetreuung Stadterneuerung im 17. und 18. Bezirk wirkte von
Beginn an aktiv am Stadterneuerungsprojekt Hernalser Zentralraum mit.

(Schluss) shm

www.wien.gv.at/pressebilder

Rückfragehinweis:

Bezirksvorstehung Hernals
   17., Elterleinplatz 14
   Tel.: 4000 - 17 111
   E-Mail: [email protected]
   
   Mag. Martin Schipany
   Mediensprecher StR. DI Rudolf Schicker
   Telefon: 01 4000-81416
   E-Mail: [email protected]
   
   DI Edith Schindler-Seiß
   Gebietsbetreuung Stadterneuerung im 17. und 18. Bezirk
   Tel.: 01 485 98 82
   E-Mail: [email protected]

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