RfW-Amann: Wettbewerbsstudie ist Schuss vor den Bug für Regierung und ÖGB

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern, müsse man bei den Lohnverhandlungen mit Augenmaß statt mit gewerkschaftlicher Maßlosigkeit vorgehen.

Wien (OTS) - "Das schlechte Abschneiden von Österreichs Wirtschaft im Ranking des Weltwirtschaftsforums ist ein "Schuss vor den Bug" für Regierung und ÖGB", so heute RfW-Bundesobmann WKÖ-Vizepräsident Fritz Amann. "Das sollte eine Warnung für den Finanzminister, den Genossen Kanzler und dessen ÖGB-Mannen sein, die heimischen Betriebe nicht mit überzogenen Steuern, überzogenem "Hurra-Sozialismus" und überzogenen Forderungen in den Kollektivvertragsverhandlungen "letal" zu überfordern", so Amann.

Das "Scheuklappendenken" des ÖGB offenbare sich auch in dessen Reaktion auf das schlechte Abschneiden Österreichs beim Thema Arbeitszeitflexibilisierung, das der ÖGB geradezu begrüße. "Die Arbeitszeitflexibilisierung gibt den Beschäftigten die Chance auf Zuverdienst und den Betrieben die Chance, Arbeitsspitzen mit den eigenen Leuten abzufedern. Die Alternative dazu wäre mehr Zeitarbeit, eine Lösung, die nicht im Sinne der Arbeitnehmer sein kann. Im "Rausch der Kampfrhetorik" gegen die Unternehmer scheint ÖGB-Chef Foglar das zu vergessen", so Amann. Innovative Zukunftslösungen statt Klassenkampf müssen im Vordergrund stehen.

Um die Wettbewerbsfähigkeit wieder zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern, müsse man bei den kommenden Lohnverhandlungen mit Augenmaß statt gewerkschaftlicher Maßlosigkeit vorgehen. Amann spricht sich daher erneut dafür aus, die Herbstlohnrunde zu verschieben und in Teilen auf Bundesländerebene zu führen. "Erstens wird das ohne Datensicherheit durch das Budget ein Blindflug. Zweitens muss auf regionale Gegebenheiten Rücksicht genommen werden. Rahmenbedingungen wie etwa das Thema Arbeitszeitflexibilisierung, Lehrlingsentschädigungen, Urlaub, Gehaltsgruppen und ähnliches können auf Bundesebene abgesteckt werden, Lohnabschlüsse selbst sollten "regionalisiert" werden", so Amann abschließend.

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