FORMAT: Justiz interessiert Karl-Heinz Grassers Verbindung zu Liechtenstein

Liechtensteiner Konten der Mandarin Group eingefroren

Wien (OTS) - Die Buwog-Staatsanwälte interessiert die Verbindung von Karl-Heinz Grasser zur Briefkastengesellschaft Mandarin Group. Das haben die Ermittler dem Ex-Finanzminister bei den vergangenen Einvernahmen zu verstehen gegeben. Verdächtige Mandarin-Konten bei der Raiffeisenbank Liechtenstein wurden bereits eingefroren. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Die Verbindung zur ominösen Mandarin Group dürfte Grasser laut FORMAT die meisten Probleme bereiten. Denn dorthin floss ein großer Teil von Walter Meischbergers Buwog-Provision von insgesamt 7,7 Millionen Euro. Konkret landete ein Drittel der Provision aus dem Buwog-Deal des Jahres 2004 auf dem Konto "Natalie" bei der Hypo Liechtenstein. Karl-Heinz Grassers damalige Freundin hieß zufälligerweise Natalia.

Von den Hypo-Konten floss viel Buwog-Geld auf Konten der Mandarin Group bei der Raiffeisenbank Liechtenstein, berichtet FORMAT. Die Briefkastenfirma Mandarin kaufte in der Folge Zertifikate der Meinl International Power, die zufälligerweise Grasser damals gemanagt hat. Aus diesem Grund ließ die Staatsanwaltschaft Wien die Mandarin-Konten behördlich versiegeln.

Auch der Erlös aus Karl-Heinz Grassers profitablem Hypo-Group-Investment floss über Konten der Mandarin Group. Zur Erinnerung: Tilo Berlin und seine Investorengruppe hatten ihre Anteile an der Hypo Group Alpe-Adria im Jahr 2007 mit einem Gewinn von 150 Millionen an die BayernLB weiterverkauft. Grasser investierte damals über die Treuhandgesellschaft Ferint AG. Diese Schweizer Ferint leitete laut FORMAT den Verkaufserlös von 783.000 Euro (500.000 Euro Einsatz plus Gewinnanteil) später an die Mandarin Group weiter.

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