GLOBAL 2000-Jugend deckt auf: Pestizidcocktail im Schulbuffet!

Start des ersten unabhängigen SchülerInnen-Begehrens für BIO - BM Schmied muss umweltfreundliche und gesunde Lebensmittel durchsetzen!

Wien (OTS) - Die GLOBAL 2000-Jugendorganisation hat
stichprobenartig österreichische Schulbuffets getestet. Das Ergebnis:
Umweltfreundlich produzierte Bioprodukte sind Mangelware! Biologische Lebensmittel sind garantiert frei von chemisch-synthetischen Pestiziden. "Wir haben auf den konventionell produzierten Jausenäpfeln einen Pestizidcocktail mit bis zu acht verschiedenen Pestiziden gefunden. Es ist ein Skandal, dass für die Kinder und Jugendlichen nicht das Beste und Gesündeste angeboten wird. Das wollen wir ändern", so Sven Hergovich, Koordinator der GLOBAL 2000-Jugendgruppe. Die GLOBAL 2000-Jugend organisiert daher das erste österreichische SchülerInnen-Begehren für BIO und Umweltschutz. "Es liegt in der Verantwortung der Unterrichtsministerin Claudia Schmied:
Was an Schulbuffets in Österreich verkauft wird, das kann sie im so genannten Müsli-Erlass regeln. Wir fordern, dass Bio für Schulbuffets zum Standard wird", so Hergovich weiter. Die GLOBAL 2000-Jugendgruppe hat zahlreiche Schulbuffets in Österreich inspiziert und von drei Buffets Äpfel erworben. Diese wurden in einem akkreditierten Labor auf Pestizidrückstände analysiert. In den Schuläpfeln wurden bis zu acht verschiedene Pestizide pro Apfel nachgewiesen. Einer der Wirkstoffe ist für Äpfel nicht zugelassen. Die UmweltschützerInnen haben der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) deshalb diese Ergebnisse übermittelt und sie aufgefordert tätig zu werden.

"Der Cocktail an Chemikalien, dem Jugendliche ausgesetzt sind, ist bedenklich. Nicht genug, dass einige der nachgewiesenen Wirkstoffe mit Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen in Verbindung gebracht werden - es ist nach wie vor nicht ausreichend erforscht, wie diese Chemikalien in Kombination besonders auf den jungen, sich in Entwicklung befindlichen Körper auswirken können. Eine beachtliche Gefährdung der Gesundheit kann nicht ausgeschlossen werden", kommentiert Daniela Hoffmann, Pestizidexpertin der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

SchülerInnen und Schüler können - zusätzlich zum neuen Wahlrecht ab 16 Jahren - aktiv an der Politik teilnehmen und die zuständigen PolitikerInnen zum Handel bringen. Die GLOBAL 2000-Jugend wird deshalb die Unterschriften der SchülerInnen an den Petitionsausschuss weiterleiten. "Unsere Petition für Bio-Buffets in Schulen muss ab 500 Unterschriften im Nationalrat behandelt werden. Ich erwarte mir, dass auch unsere Nationalratsabgeordneten nur das Beste für unsere Umwelt und für die Schülerinnen und Schüler wollen und unsere Forderung unterstützen", so Hergovich.

Weitere Informationen und Pestizidanalysedaten finden Sie auf:
http://www.global2000.at/site/de/nachrichten/pestizide/schulbio/press
article-schulbio2.htm

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