- 05.09.2010, 14:32:39
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Sommerreiseverkehr 2010: Unfälle laut ÖAMTC deutlich seltener Stau-Ursache als im Vorjahr (+ GRAFIK, + FOTO)
Mehr Baustellen-Stau - Gesamtanzahl an Verzögerungen im Jahresvergleich relativ konstant
Wien (OTS) - Die Auswertung der Ursachen für Staus im
Sommerreiseverkehr weist heuer einen deutlichen Rückgang bei durch
Unfälle verursachte Verkehrsbehinderungen aus. "Im Vergleich zum
Vorjahr verzeichnen wir einen Rückgang um 15 Prozent", erklärt Helmut
Beigl von der ÖAMTC-Informationszentrale. Allerdings: Auch heuer
entstanden fast 39 Prozent aller Staus an den zehn Samstagen und
Sonntagen von Ferienbeginn bis -ende in Ost-Österreich nach
Kollisionen. Insgesamt wurden in dem Zeitraum vom Club 525
Verzögerungen auf den Hauptreiserouten mit einer Mindestlänge von 1,5
Kilometern erfasst, was einer Steigerungen zu 2009 um 1,74 Prozent
entspricht. "Aufgrund der zahlreichen Baustellen ist die Gesamtzahl
konstant geblieben", bilanziert Beigl.
Auch bei den Rekordstaus gab es kaum Veränderungen zum Vorjahr:
2010 wurden die längsten Staus am Samstag nach Schulschluss in Bayern
mit jeweils 35 km Länge vor dem Tauern Tunnel gemessen. Die A10
(Tauern Autobahn) glich nicht nur an diesem Wochenende, sondern
während der gesamten Ferienzeit eher einem Parkplatz, als einer
Autobahn. Dazu Helmut Beigl: "Im Vergleich zum Sommer 2009
verzeichneten wir heuer eine noch deutlichere Konzentration der Staus
auf die Tauern-Strecke." So wurden laut ÖAMTC-Auswertung knapp 18
Prozent aller Blechschlangen auf der A10 registriert, 2009 waren es
13 Prozent.
Alleine der einspurige Tauern Tunnel war für rund 10 Prozent aller
Verzögerungen im Reiseverkehr verantwortlich. "Vor dem Katschberg
Tunnel, der ja bereits zweiröhrig ausgebaut wurde, sind die
Wartezeiten deutlich zurück gegangen. Dadurch kommt es aber vor dem
Tauern Tunnel zu einer höheren Verkehrsdichte und häufigeren
Blockabfertigung", erklärt Verkehrsexperte Beigl.
2009 belegte die West Autobahn (A1) Platz zwei in der Rangliste,
2010 war die Fernpass Straße (B179) die Urlauberstrecke mit der
zweithöchsten Stau-Dichte, knapp gefolgt von der Süd Autobahn (A2).
Die Analysen der ÖAMTC-Informationszentrale zeigen einen weiteren
interessanten Aspekt: Die Urlauberströme verteilten sich stärker als
im Vorjahr über den gesamten Ferienzeitraum. "2009 wurden die
längsten Staus mit mehr als zehn Kilometern Länge an sechs
Wochenenden zwischen 11. Juli und 16. August gemeldet, 2010 waren die
Staus gleichmäßig über die zehn Wochenenden verteilt. Das
dokumentiert eine zunehmende Verlagerung der Urlaubsfahrten an
Randzeiten der Ferien", erläutert ÖAMTC-Experte Beigl und fasst
zusammen: "Die Zahlen der Staustatistik 2010 belegen nicht nur einen
weiterhin sehr starken Trend zum Urlaub mit dem Auto, sondern auch
eine höhere Flexibilität bei der Wahl des Datums für Urlaubsbeginn
und -ende."
Übersicht Stau-Ursachen im Sommerreisverkehr 2009 und 2010:
2009 2010 Unfall 53,88 % 38,86 % Verkehrsüberlastung 24,90 % 28,95 % Baustelle 8,16 % 11,81 % Defekte Fahrzeuge 4,70 % 6,86 %
AVSIO AN REDAKTIONEN:
Übersichtsgrafik Stau-Ursachen-Vergleich 2009-2010 zum download
unter:
http://www.oeamtc.at/netautor/download/presse/verkehr/pdf/stu.pdf
(Grafik: ÖAMTC, Veröffentlichung honorarfrei)
Foto Stau auf der A10 zum download unter:
http://www.oeamtc.at/netautor/download/presse/verkehr/image/a10.jpg
(Foto: ÖAMTC, Veröffentlichung honorarfrei)
SERVICE:
Weitere Informationen, aktuelle Baustellenübersicht sowie
Staumeldungen in Echtzeit als RSS-Feeds: www.oeamtc.at/verkehr
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Christian Dachs
ÖAMTC-Informationszentrale
Tel.: +43 (0) 1 71199-1795
mailto:[email protected]
www.oeamtc.at
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