• 05.09.2010, 09:52:28
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"Mobilität im Wandel" - Studie der ÖAMTC AKADEMIE zeigt Veränderungen beim Mobilitätsverhalten der Österreicher (+Grafik)

Das Auto ist kein Lustobjekt, Rationalität prägt Zugang zum Thema Auto

Wien (OTS) - Für Österreicher ist das Auto in erster Linie ein
Fortbewegungsmittel, mit dem sie von A nach B kommen. Das ist eine
der Erkenntnisse aus der Studie "Mobilität im Wandel", die die ÖAMTC
AKADEMIE gemeinsam mit dem Institut für Systemische Marktforschung
MAFOS und INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung durchgeführt hat.
1.000 Führerscheinbesitzer aus Österreich wurden dazu befragt. Ziel
war es herauszufinden, welche Einstellungen die Österreicher heute
zur Mobilität haben und wie sie diese leben.

"Besonders auffällig war der rationale Zugang der Befragten zum Thema
Auto. Im Gegensatz zu dem von Werbung und Autoindustrie vermittelten
Bild des Autos als Sinnbild von Abenteuer und Freiheit ist für 95
Prozent der Befragten das Auto ein Fortbewegungsmittel", erklärt
Christine Zach, Geschäftsführerin der ÖAMTC AKADEMIE. Das Auto
ermöglicht Flexibilität, weitere häufige Nennungen waren
Unabhängigkeit, Bequemlichkeit, Besuch von Freunden und Bekannten,
Zeitgewinn, Gesundheitswege und Fahrt zur Arbeit (77 Prozent der
Befragten). Nur zehn Prozent sehen das Auto als Lustobjekt oder
heilige Kuh.

Der Preis ist das Wichtigste beim Autokauf, Umweltaspekte
ziehen nach

Rationalität prägt auch den Autokauf. Am wichtigsten sind die
Anschaffungskosten (96 Prozent der Befragten). "Die Schmerzgrenze
beim Preis liegt für rund die Hälfte der Österreicher bei 20.000
Euro", präzisiert Zach. Dahinter folgen die Kriterien Qualität (95
Prozent), Langlebigkeit (92 Prozent), Kraftstoffverbrauch,
Sparsamkeit und Sicherheitsausstattung (je 92 Prozent).
"Umweltaspekte nehmen bereits einen hohen Stellenwert ein: 78 Prozent
werden die Umweltverträglichkeit und 71 Prozent den CO2-Ausstoß bei
ihrem nächsten Autokauf berücksichtigen", sagt die Geschäftsführerin
der ÖAMTC AKADEMIE. Das Markenimage hat für weniger als ein Drittel
der Befragten (31 Prozent) einen Stellenwert.

Wirtschaftskrise verändert Mobilität, Hersteller müssen auch
in alternative Antriebskonzepte investieren

Den Einfluss der Wirtschaftskrise auf das Mobilitätsverhalten
untersuchte die Studie mit der Frage "Wie hat sich Ihr Verhalten
aufgrund der Wirtschaftskrise verändert?". 60 Prozent der Befragten
meinten, dass sie sich eine Neuanschaffung eines Pkw sehr gründlich
überlegen würden. 58 Prozent gaben an, spritsparender zu fahren, 46
Prozent fahren weniger mit dem Auto, 44 Prozent gehen mehr zu Fuß, 31
Prozent fahren mehr mit dem Fahrrad und 29 Prozent benutzen häufiger
die öffentlichen Verkehrsmittel.

Von den Automobilherstellern erwarten die Befragten, dass sie dem
Kunden Serviceleistungen bieten und die Konsumentenbedürfnisse
wirklich verstehen (je 94 Prozent). Wichtig sind den Österreichern
weiters die hohe Wertbeständigkeit, geringe Wartungskosten und
Umweltverträglichkeit (je 92 Prozent). "Auch innovative
Automobilhersteller werden in Zukunft nach Ansicht der Österreicher
gut aufgestellt sein: 79 Prozent nannten als entscheidend, dass der
Hersteller in alternative Antriebskonzepte investiert", erklärt die
Geschäftsführerin der ÖAMTC AKADEMIE. 71 Prozent der Befragten
erwarten vom Hersteller, dass er auf soziale Verträglichkeit achtet,
also z. B. nicht zu protzige Autos anbietet. Weitere 70 Prozent sehen
das Angebot von Mobilitätslösungen als Wettbewerbsvorteil.

Viele Fragen zu Elektroautos, doch Mehrpreis um bis zu zehn
Prozent akzeptabel

Die offenen Fragen zum Thema Elektroautos zeigen ein hohes Maß an
Unsicherheit. Je 90 Prozent der offenen Fragen betreffen die
Reichweite, die Lebensdauer der Batterien und die Höhe der Service-
und Wartungskosten. Unklarheit gibt es auch bei der Dichte des
Tankstellennetzes, den Anschaffungskosten, den Strombezugsquellen und
der Leistung von Elektroautos. "Trotz der vielen offenen Fragen
würden die Österreicher den Kauf eines umweltschonenden Autos - unter
Umständen eines mit Elektroantrieb - in Erwägung ziehen und sogar
Mehrkosten dafür in Kauf nehmen. Für fast ein Drittel ist ein
Mehrpreis von sechs bis zehn Prozent noch akzeptabel", betont die
Geschäftsführerin der ÖAMTC AKADEMIE.

Der Traum von Nähe

Ein spannendes Ergebnis der Studie der ÖAMTC AKADEMIE brachte die
sogenannte "Wunder-Frage": Angenommen, über Nacht passiert ein Wunder
und am nächsten Tag haben sich alle (Mobilitäts-)Probleme in Luft
aufgelöst: Woran würden Sie am nächsten Tag erkennen, dass dieses
Wunder passiert ist? 85 Prozent stimmten der Aussage zu, dass
Nahversorgung, Nähe von Wohnung und Arbeitsplatz und Naherholung
wieder an Wert gewonnen hätten. Die immer größeren Distanzen, die
heute für die grundlegenden Bedürfnisse zurückzulegen sind, stellen
für viele Menschen also offenbar ein Problem dar, das sie gerne von
einer Fee weggezaubert hätten. "Die zweithäufigste Nennung war die
nach einer Verbesserung der Qualität des öffentlichen Verkehrs,
gefolgt von alternativen Antriebsformen und dem schonenden Umgang mit
Ressourcen. Erstaunlicherweise meinen 29 Prozent der Befragten, dass
sich Solarfahrzeuge durchgesetzt hätten. Derzeit gibt es in
Österreich keine Solarfahrzeuge, die statistisch erfasst sind. Da
wäre das wirklich ein Wunder", hält die Geschäftsführerin der ÖAMTC
AKADEMIE abschließend fest.

Nähere Informationen finden Sie online unter www.oeamtc.at/akademie .

Aviso an die Redaktionen:
Grafiken zu dieser Aussendung sind im ÖAMTC-Fotoservice unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
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