• 03.09.2010, 13:14:07
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AHS-Lehrer/innen begrüßen Forderung nach Hochleistungsgruppen in Gymnasien

Eva Scholik: System orientiert sich derzeit zwangsläufig an den Schwächsten

Wien (OTS) - "Differenzierung nach Leistung muss stattfinden -
alles andere ist reine Utopie und funktioniert in der Praxis nicht",
sagt die Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft Eva Scholik. Sie
unterstreicht damit die Aussagen der Wiener ÖVP-Chefin Christine
Marek, die sich beim heutigen Programmkongress der ÖVP Wien klar
gegen die Gesamtschule ausgesprochen hat: "Wenn wir die Hochbegabten
nicht auf der Strecke lassen wollen, wenn wir besondere Fähigkeiten
und Neigungen fördern wollen, dann muss es die Möglichkeit der
Differenzierung zur Förderung der Hochbegabten in den Gymnasien
geben."

Das Fördern und Fordern von sowohl schwächeren als auch von
stärkeren Schüler/innen ist die zentrale Aufgabe der Institution
Schule. Laut Scholik wollen Lehrer/innen keinesfalls, dass Kinder auf
der Strecke bleiben. "Das bedeutet im Alltag oft, dass man sich
zwangsläufig an den Leistungsschwächeren orientieren muss. Es darf
aber auch die Förderung der Leistungsstarken und besonders Begabten
nicht vernachlässigt werden."

Gerade in Wien sei dies ein brennendes Thema, da in der
Bundeshauptstadt die Hälfte aller Schüler/innen ins Gymnasium geht.
Das Leistungsspektrum innerhalb einer Klasse ist deshalb vielfach
sehr breit gefächert. "Das ist ein Spagat für alle Lehrerinnen und
Lehrer. Binnendifferenzierung ist nur bis zu einem gewissen Grad
möglich, daher begrüßen wir die Möglichkeit von Leistungskursen", so
Eva Scholik abschließend.

Rückfragehinweis:
Mag. Christiane Bartoga
AHS-Gewerkschaft
Lackierergasse 7, 1090 Wien
[email protected]

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