Erst schimpfen und dann abkassieren (von Markus Kaufmann)

Ausgabe 3. Sep. 2010

Klagenfurt (OTS) - Die jetzige FPK war noch nie zimperlich, wenn
es darum ging, die rot-schwarze Bundesregierung zu kritisieren. Ob die Kandidatur zum Bundespräsidenten, die Ortstafeln, die Koralmbahn, die Mindestsicherung, die Kinderbetreuung oder die Schuldenpolitik des Bundes - vor allem die Gebrüder Scheuch nahmen sich selten ein Blatt vor den Mund. Das Geld vom Bund nehmen sie aber dennoch gerne. Im aktuellen Fall geht es um die Abstimmungsspende zum 90-Jahr-Jubiläum der Volksabstimmung am 10. Oktober. Laut Klubchef Kurt Scheuch dürfe es keinen Zweifel an der Spende geben. Das Motto lautet einmal mehr: Erst schimpfen und dann kassieren. Dass sich Scheuch so vehement für den Geldfluss ausspricht, ist aber wenig verwunderlich. Immerhin schießt das Land 1,6 Millionen Euro für die Feierlichkeiten zu. Bei kalkulierten Einnahmen in Höhe von 400.000 Euro bleiben immer noch Kosten in Höhe von 1,2 Millionen. Bei dieser Großmannssucht wird jeder zusätzliche Cent dringendst benötigt.

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