Fünftes MEL-Urteil Pro Meinl Bank in Folge

Wien (OTS) -

  • Landesgericht Salzburg weist Schadenersatzklage ab
  • Anlegerin über Risiken informiert - ebenso über Möglichkeit eines Totalverlustes
  • Meinl Bank Vorstand Peter Weinzierl: "Gericht entscheidet auch gegen Aktienkauf auf Probe"
  • Soziale Lösung für Kleinanleger wird gut angenommen - dient jedoch nicht zur Abdeckung von Spekulationsverlusten durch erfahrene Anleger

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Erneut fiel ein Urteil in Zusammenhang mit einer MEL-Schadenersatzklage positiv für die Meinl Bank aus. Ein vom Landesgericht Salzburg am 31. August 2010 zugestelltes Urteil wies die Klage einer MEL- Anlegerin ab. Die Anlegerin war laut Gericht über die Risiken des Wertpapiergeschäfts informiert und sich über die Möglichkeit eines Totalverlusts im Klaren gewesen. Es ist dies die fünfte diesbezügliche Gerichtsentscheidung in Folge, die der Meinl Bank Recht gibt. Vorstand Peter Weinzierl: "Wir freuen uns über diese erneute Bestätigung unserer Rechtsansicht. Bei aller gebotenen Vorsicht bei derartigen Prognosen, scheint sich doch ein Trend bei den Gerichtsentscheidungen heraus zu kristallisieren, wonach die Justiz dem Prinzip 'Aktienkauf auf Probe' klar einen Riegel vorschiebt."

Gericht: Höhere Rendite geht mit höherem Risiko einher

Beginnend im Jahr 2006 hatte die Klägerin - nach Vermittlung und Beratung durch einen Finanzdienstleister - in mehreren Tranchen 1.108 MEL Zertifikate erworben. Die gute Kursentwicklung hatte sie zu mehreren Käufen motiviert. Als es in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise zu Kursverlusten kam, verkaufte sie im August 2007 sämtliche Zertifikate, um im September 2007 erneut 1.027 Zertifikate zu erwerben, mit der Absicht, Kursverluste bei steigenden Kursen wieder auszugleichen. Da der erwartete Kursanstieg nicht eintraf, wurde eine Schadenersatzklage eingebracht.

Das Landesgericht Salzburg wies die Klage nun ab unter anderem mit folgender Begründung: "Dass eine höhere Rendite einhergeht mit einem höheren Risiko, muss auch der Klägerin bewußt gewesen sein, sonst hätte es für sie keinen Grund gegeben, von der bis dahin praktizierten konservativen Sparbuchveranlagung abzugehen. Von einer absolut sicheren Veranlagung durfte die Klägerin bei Aktien nicht ausgehen, auch war sie offensichtlich bereit, ein gewisses Risiko einzugehen. Die von der Klägerin gelesenen und bewusst zur Kenntnis genommenen Risikohinweise wiesen unmissverständlich auf dieses Risiko hin. Keinesfalls konnte die Klägerin davon ausgehen, dass eine Aktie hohe Rendite ohne Risiko abwerfe."

Zur Eigenverantwortung der Anlegerin hielt das Gericht fest:
"[...] so wusste die Klägerin [...], dass Aktien auch im Wert verlieren können, und erkannte zum Anderen aus dem Studium der zur Verfügung gestellten Unterlagen auch, dass im schlechtesten Fall sogar mit einem Totalverlust zu rechnen sei."

Soziale Lösungen dienen nicht zur Abdeckung von Spekulationsverlusten erfahrener Anleger

Weinzierl: "Dieses fünfte Urteil in Folge, das uns in wichtigen Fragen Recht gibt, bestärkt uns in der Ansicht, dass die sozialen Lösungen für MEL Kleinanleger, die wir gemeinsam mit Arbeiterkammer, und den Kanzleien Niebauer und Christandl gefunden haben, auf keinen Fall dazu dienen sollen, Spekulationsverluste von erfahrenen Anlegern zu kompensieren. Bis dato hat die Bank auf freiwilliger Basis soziale Lösungen für rund 6.000 Kleinanleger gefunden und schließt weitere nicht aus." Weinzierl erklärte, dass diese Lösungen bei den Anlegern auf überwiegend positive Resonanz stoßen. Erneut wurde seitens der Meinl Bank bekräftigt, dass diese Lösungen keine Präjudizierung für die anhängigen Gerichtsverfahren darstellen.

Weiterführende Informationen:

Meinl Bank AG:

Die Meinl Bank bietet als Privatbank Leistungen im Bereich Corporate Finance, Fondsmanagement sowie private und institutioneller Vermögensverwaltung an. Mit der Julius Meinl Investment GmbH verfügt die Meinl Bank über eine eigene Investmentfondsgesellschaft, mit derzeit 19 eigenen Fonds. Die Meinl Bank steht eigenständig auf einem starken ökonomischen Fundament, die Eigenmittel des Instituts sind mit 16% doppelt so hoch wie die gesetzlich vorgeschriebene Eigenmittelunterlegung. Damit ist die Bank für die Zukunft gut positioniert

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