- 31.08.2010, 12:28:39
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Regner: Konservative wollen Konsens bei Finanztransaktionssteuer aufschnüren
0,05 Prozent dieser Steuer sind nicht nur gerecht, sie stabilisiert auch die Märkte
Wien (OTS/SK) - Die sozialdemokratische EU-Abgeordnete Evelyn
Regner warnt angesichts neuer Töne in der EU-Kommission gegen eine
Finanztransaktionssteuer: "Die Steuer gegen Spekulanten und für mehr
Gerechtigkeit bei der Steuerlast muss so rasch als möglich kommen.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand." Regner widerspricht damit
Argumenten der von EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta, der laut
"Handelsblatt" eine ungleiche Verteilung der Steuerlast befürchtet.
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Schon ein Steuersatz von nur 0,05 Prozent würde weltweit nach
Schätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) rund 500
Milliarden Euro jährlich erbringen. Eingerechnet ist dabei ein
gemäßigter Rückgang von Finanztransaktionen aufgrund der Steuer. 230
Mrd. Euro kämen für Europa heraus und für die USA 220 Mrd. Euro. "Die
Finanzmärkte haben große Schäden auf der ganzen Welt angerichtet.
Spekulanten sollen jetzt auch ihren Beitrag leisten. Eine Steuer von
0,05 Prozent bringt neben finanziellen Einkünften auch eine
Stabilisierung des gesamten Finanzmarktes mit sich, da eine
Überhitzung durch massenhaftes Transferieren von Geldern innerhalb
weniger Stunden und Minuten reduziert wird", erläutert Regner,
Berichterstatterin für AIFM (Richtlinie für Alternative
Investmentfonds-Manager) im Rechtsausschuss des Europäischen
Parlaments. (Schluss)bj/rl
Rückfragehinweis:
Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331,
e-mail: markus.wolschlager@europarl.europa.eu
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