Wo Landesfirmen zum Wahlhelfer werden (von Markus Kaufmann)

Ausgabe 31. August 2010

Klagenfurt (OTS) - Für die FPK wird es langsam Zeit, die Hosen runterzulassen. Die Kärntner haben das Recht, alle Details zu jener Broschüre zu erfahren, mit der sie kurz vor der Wahl im Jahr 2009 zwangsbeglückt worden sind. Aus den spärlichen Informationen der Politik ist bislang nur hervorgegangen, dass Kosten in Höhe von 430.000 Euro angefallen seien, das damalige BZÖ eine viertel Million auf den Tisch geknallt habe und von den Landesfirmen die restlichen 180.000 Euro gekommen seien. Spannend ist, dass die erste Broschüren-Version, die den Wirtschaftsstandort bewerben sollte, als Vorlage für das Parteiblatt gedient habe. Berichte über die Gesellschaften wurden durch Wahlslogans und Fotos ersetzt, sagt die FPK selbst. Das würde aber auch heißen, dass sich die Partei die von den Landesfirmen - und damit dem Bürger, weil öffentliche Mittel -teuer bezahlte Broschüre gegriffen und für ihre Zwecke verwendet habe. Und das wäre eine indirekte Wahlkampfhilfe der Landesfirmen für das BZÖ. Verständlich, dass sich die zu FPKlern mutierten BZÖler dazu nicht gerne äußern.

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