- 26.08.2010, 12:19:13
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Der Salzburger Bildungsscheck als Erfolgsgeschichte
Fast 4.400 Nutzer / Online-Anmeldungen ab 1. September
Salzburg (OTS) - "Der Salzburger Bildungsscheck ist eine klare
Erfolgsgeschichte", stellte Bildungsreferentin Landeshauptfrau Mag.
Gabi Burgstaller heute, Donnerstag, 26. August, bei einem
Informationsgespräch fest und belegte dies unter anderem mit
folgenden Zahlen: Im Jahr 2009 konnten 4.378 Salzburgerinnen und
Salzburger den Bildungsscheck in Anspruch nehmen, 2004 waren es
weniger als 3.000. Der Bildungsscheck wurde 2004 eingeführt und war
anfänglich mit 740.000 Euro dotiert. Die hohe Nachfrage führte zu
ständigen Anpassungen (2006 waren es 860.000 Euro, 2007: 920.000
Euro) und schließlich zu einem "Quantensprung": Seit 2009 werden
1,934.000 Euro für den Bildungsscheck budgetiert. Damit ist der
Bildungsscheck die mit Abstand höchste Förderung des Landes in der
aktiven Arbeitsmarktpolitik.
Mit dem Bildungsscheck fördert das Land Salzburg
Qualifizierungsmaßnahmen, die ausschließlich der berufsorientierten
Weiterbildung dienen, also Um- oder Höherqualifizierungen. Der
Förderungswerber muss im Land Salzburg seinen Hauptwohnsitz oder
seine Arbeitsstätte haben. Die Bildungsträger müssen über ein
zertifiziertes Qualitätsmanagement-System verfügen. Außerhalb des
Landes Salzburg muss es sich um öffentlich anerkannte
Erwachsenenbildungsträger handeln.
Die ursprüngliche Intention des Bildungsschecks, vor allem
bildungsferne Schichten zu unterstützen und zur beruflichen
Weiterbildung anzuregen, blieb über die Jahre hinweg aufrecht.
Akademiker/innen bleiben nach wie vor vom Bildungsscheck
ausgeschlossen. Eine Ausnahme stellen Wiedereinsteigerinnen dar (drei
Prozent aller Förderungen).
Es erfolgten jedoch ständige inhaltliche Adaptierungen. 2008 wurde
der Bildungsscheck Maturanten zugänglich gemacht, und ältere
Arbeitnehmer/innen werden seither besser unterstützt. So beträgt die
Förderhöhe in der Regel maximal 50 Prozent der Kurskosten, bei den
Höchstbeträgen pro Maßnahme werden jedoch Schwerpunkte gesetzt:
"Lehre mit Matura wird derzeit in Salzburg sehr gut angenommen. Um
all jenen, die diese Möglichkeit früher nicht hatten, auch diesen Weg
zu öffnen, unterstützen wir zum Beispiel die Berufsreifeprüfung für
Lehrlinge mit 1.000 Euro, während der allgemeine Höchstbetrag bei 830
Euro liegt", führte die Landeshaupt-frau aus. Kurse von über
50-Jährigen werden mit 1.250 Euro unterstützt, ebenso Kurse von über
20-Jährigen ohne berufliche Ausbildung. "Qualifizierung ist das
Schlüsselwort der aktiven Arbeitsmarktpolitik", sagte Mag.
Burgstaller, "dieser Ansatz hat sich im Krisenjahr 2009 bewährt und
gilt ebenso für den Bildungsscheck."
Die Nachfrage steigt weiter
Die Nachfrage ist ungebrochen hoch: Die 2009 bereitgestellte Summe
von 1,9 Millionen Euro hielt der Nachfrage nicht stand. Es wurden
2009 de facto 2,034.241 Euro an Förderungen über den Bildungsscheck
zugesagt.
Für das Jahr 2010 setzen sich die beschriebenen Trends auf allen
Ebenen fort. Nach wie vor dominiert die Gruppe der 26- bis
45-Jährigen die Inanspruchnahme des Bildungsschecks klar mit 57
Prozent. "Um höherwertige und länger dauernde Ausbildungen stärker
fördern zu können, kommt für uns die vor Jahren diskutierte Senkung
der Bagatellgrenze pro Kurs nicht in Frage. Es bleibt daher bei der
Untergrenze von 200 Euro", sagte Mag. Burgstaller.
Verwaltungsvereinfachung und Kundenorientierung
Als Beitrag zur Verwaltungsvereinfachung wird ab 1. September 2010
die Antragstellung für den Salzburger Bildungsscheck über
E-Government eingeführt. Der Antrag auf Zuteilung des Bildungsschecks
kann ab diesem Zeitpunkt über das E-Government-Portal des Landes
www.salzburg.gv.at/egovernment gestellt werden.
Grundlegende Informationen über Förderdetails sind - wie bisher -
auf der Landes-Website unter www.salzburg.gv.at/bildungsscheck
abzurufen.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at
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