- 25.08.2010, 11:22:36
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Leopold-Museum: Offensive für "Zukunft als zentrales Jugendstilmuseum"
Direktorensuche auf unbestimmte Zeit verschoben
Wien (OTS) - Nach erfolgreicher Rückholung des in New York
beschlagnahmten Schiele-Gemäldes "Bildnis Wally" stehen für die
Sammlerfamilie Leopold die nächsten schweren Aufgaben an. Wie
Vorstandsmitglied Diethard Leopold in der morgen erscheinenden
NEWS-Ausgabe erklärt, wird die für Herbst angekündigte Ausschreibung
für das (nach dem Tod des Gründers vakante) Amt des Museumsdirektors
"auf unbestimmte Zeit" verschoben. Der Grund liegt laut Leopold in
der Weigerung des Bundes, die Zuschüsse für das Museum zu erhöhen:
"Wir können nicht ausschreiben, solange die finanzielle Situation des
Museums seitens des Bundes nicht zufriedenstellend geklärt ist. Wir
bekommen seit einigen Jahren keine entsprechende Inflationsabgeltung
mehr und machen trotz sparsamer Gebarung ein Defizit. Nun hat mein
Vater als Direktor sehr wenig verdient, etwa 5.000 Euro brutto. Für
diese Summe bekommt man keine qualifizierte Person."
Auf diese können laut Leopold spektakuläre Aufgaben zukommen: Man
kann sich "sehr gut die Zukunft als zentrales Jugenstil-Museum
vorstellen. Ohne Museumsschließungen und -zusammenlegungen zu
befürworten: Im Oberen Belvedere hängen einige Werke Klimts und
Kokoschkas, die sehr gut zu uns passen würden - denn was hat ein
Barockbau mit Expressionismus zu tun? Auch Schieles ,Der Tod und das
Mädchen' wäre bei uns richtig."
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
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