BZÖ-Huber: Fusion Tirol Milch mit NÖM immer wahrscheinlicher

Welche Rolle spielt Erwin Pröll?

Wien (OTS) - "Dass zwei Tage vor der Entscheidung über die Zukunft der Tirol Milch Landeshauptmann Platter eine Empfehlung für die NÖM ausspricht, ist ein mögliches Indiz dafür, dass die Würfel in dieser Frage bereits gefallen sind", so BZÖ-Agrarsprecher Abg. Gerhard Huber. "Die Expertisen, die "logischerweise" vom Raiffeisenverband Tirol und von dem deutschen Milchexperten Hannes Weindlmaier durchgeführt wurden, haben sicher die gewünschten Ergebnisse gebracht, um die NÖM zu favorisieren und die Zukunft der Tirol Milch damit endgültig zu besiegeln, ist Huber überzeugt.

"Es ist zu bezweifeln, dass Platter ein wirkliches Interesse an einer Kooperation der Tirol Milch mit der Südtirol Milch hat, sonst hätte er die Warnungen des BZÖ ernst genommen und nicht tatenlos zugesehen, wie die Tirol Milch in den letzten Jahren versucht hat, mit Dumpingpreisen den gesunden Südtiroler Milchmarkt zu zerstören, was auch mit der Vernichtung von hunderten Existenzen von Südtiroler Milchbauern verbunden gewesen wäre", erklärt Huber.

Es sei nur den Südtirolerinnen und Südtirolern zu verdanken, dass sie mit ihrem Vertrauen in Südtiroler Milchprodukte dieser ÖVP-Landwirtschaftspolitik einen Strich durch die Rechnung gemacht haben und so die Südtiroler Milchbauern weiterhin einen fairen Milchpreis erhalten, so Huber. "Das BZÖ hat bereits letztes Jahr dafür plädiert, vertrauensbildende Maßnahmen für eine Kooperation mit der Südtirol Milch zu schaffen, gemeinsame Strategien für eine erfolgreiche Zukunft der Tirol Milch und seine Mitarbeiter zu entwickeln und eine mögliche Pleite des ehemaligen Tiroler Paradeunternehmens zu verhindern", erinnert der BZÖ-Agrarsprecher. "Doch die ÖVP hat tatenlos zugesehen, wie die Tirol Milch an Marktanteilen verlor und das Überleben des Unternehmens nur mehr mit einer Zwangsfusion mit einer Raiffeisenmolkerei möglich wurde, bei der am Ende die über 4000 Tiroler Milchbauern wieder die Verlierer sein werden und das Bauernsterben in Tirol forciert wird", kritisiert Huber.

"Wie es aussieht, hat es die Raiffeisen Niederösterreich mit Hilfe von LH Pröll geschafft, Platter von einer Fusion der Tirol Milch mit der NÖM zu überzeugen, um endlich mit Dumpingpreisen den Einstieg in den oberitalienischen Milchmarkt mit dem Decknamen "Tirol Milch" zu schaffen. "Das BZÖ wird diese Entwicklung und die scheinbar favorisierte Fusion mit der NÖM beobachten und nicht zulassen, dass die Tiroler Milchbauern in Zukunft dem Preisdiktat von Raiffeisen hilflos ausgeliefert sind. Die Landwirte können sich auf das BZÖ verlassen, wenn es darum geht, die Existenz jedes einzelnen Milchbauern zu retten und der Landwirtschaftspolitik von ÖVP und Banklobbyisten einen Riegel vorzuschieben", verspricht BZÖ-Agrarsprecher Huber.

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