JUGENDVERTRETUNG: Zivildienst-Novelle überarbeiten!

Die BJV kritisiert zahlreiche Schlechterstellungen und Unsicherheiten für Zivildiener.

Wien (OTS) - Die von der Regierung geplante Zivildienst-Novelle
geht für die Bundesjugendvertretung (BJV) zu wenig weit. "Die von uns geforderte Gleichstellung von Zivil- und Präsenzdienst wird wieder nicht umgesetzt und Ungleichbehandlungen zwischen verschiedenen Einsatzbereichen sogar ausgebaut", so BJV-Vorsitzende Magdalena Schwarz.
Es soll zwar nun die Möglichkeit für Zivildiener geben, auch den Polizeiberuf ergreifen zu können, aber nur nach einer militärischen Basisausbildung. "Das ist eine weitere Diskriminierung von Zivildienern", kritisiert die Vorsitzende. "Wir schlagen vor, dass das Problem der Berufseinschränkung durch eine Ausweitung der Ausnahmebestimmungen oder durch eine rechtliche Adaptierung wie einen nachträglichen Widerruf der Zivildiensterklärung gelöst wird." Positiv sei die geplante Ausweitung der Einsatzgebiete, doch solle hier auch die schulische Kinder- und Jugendbetreuung aufgenommen werden. Darüber hinaus sieht die BJV in der Novelle weitere Schlechterstellungen: "Wir können die Beweggründe nicht nachvollziehen, warum die Rechte des Zivildienstbeschwerderates beschnitten und disziplinäre Maßnahmen für Zivildiener verschärft werden sollen", betont Schwarz.
"Junge Menschen leisten mit dem Zivildienst einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft, sind aber gleichzeitig mit zahlreichen Unsicherheiten, wie Wartezeiten bei der Zuweisung und damit verbundenen Problemen bei ihrem Ausbildungsweg, konfrontiert! Wir fordern die Regierung auf, die Kritikpunkte der BJV noch zu berücksichtigen, damit man auch von einer Novelle im Sinne der jungen Menschen sprechen kann", so Schwarz abschließend.

Die gesamte Stellungnahme der BJV zur aktuellen Novelle ist auf www.jugendvertretung.at nachzulesen.

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