Zinggl zur Sammlung Leopold: "Rückgaben sind nach wie vor kein Thema"

Grüne: Diethard Leopold vertritt in der Sache ebenso unnachgiebige Positionen wie sein Vater

Wien (OTS) - "Die Äußerungen von Diethard Leopold im heutigen Ö1-Morgenjournal sind mit 'abenteuerlich' nur unzureichend umschrieben", wundert sich der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl. "Wie Leopold zu der Auffassung gelangen kann, in der Sammlung befände sich mit Ausnahme von Schieles 'Häuser am Meer' und den Romako-Bildern aus der Sammlung Reichel keine Raubkunst mehr, ist völlig unverständlich. Die Provenienzforscher des Museums haben bis dato Dossiers zu 23 von insgesamt mehreren Tausend zu prüfenden Kunstwerken vorgelegt. Die Dossiers zu den Sammlungen Eisler, Mayländer und Rieger offenbaren hochproblematische Tatbestände, und es ist unabsehbar, welche bedenklichen Akquisitionen im Zuge der weiteren Recherchen noch auftauchen."
"Diethard Leopold versucht, sich als der gute Mensch des Museumsquartiers zu positionieren, vertritt aber in der Sache ebenso unnachgiebige Positionen wie sein Vater", bekräftigt Zinggl. "Das Wort 'Rückgabe' kommt ihm nicht über die Lippen, stattdessen bemüht er bizarre Analogien aus der Familientherapie. Der moralisch einwandfreie Weg wäre, Raubkunst bedingungslos an die rechtmäßigen Eigentümer zurückzugeben und danach über einen Rückkauf zu verhandeln."

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