Caritas: Haiti-Hilfe soll Maßstab für Hilfe in Pakistan sein

200.000 Euro können nur der erste Schritt gewesen sein

Wien-Islamabad, 20.08.10 (KAP) Nicht nur hinsichtlich der schleppenden internationalen Hilfe für die Hochwasseropfer in Pakistan mehren sich kritische Stimmen, auch Österreichs bisheriger Beitrag stößt bei Hilfsorganisationen auf Unverständnis: Nachdem das Landwirtschaftsministerium für die Flut-Opfer 200.000 Euro zur Verfügung stellte, sprach Caritas-Auslandshilfechef Christoph Petrik-Schweifer am Freitag von einem "wichtigen ersten Schritt, aber eben nur einem ersten". Das "gewaltige" Ausmaß der Flutkatastrophe erfordere sowohl von der EU als auch den einzelnen Mitgliedsstaaten mehr Engagement. Als eine "Referenzgröße" nannte Petrik-Schweifer jene zwei Millionen Euro, die Österreich im Winter für die Erdbebenopfer in Haiti zur Verfügung stellte.

Die Caritas hat mittlerweile vom Innenministerium die Zusage über 100.000 Euro erhalten, die in die Anschaffung von Wassertanks und Hygienematerial investiert werden sollen.

Die internationale Spendenbereitschaft ist nach zahlreichen verzweifelten Aufrufen gewachsen. Die Vereinten Nationen haben inzwischen fast die Hälfte der 459 Millionen Dollar beisammen, die für erste Hilfsmaßnahmen nötig seien. "Die Reaktion der Spender auf die Krise wird immer besser, aber sie ist immer noch nicht ausreichend", sagte UN-Sprecher Maurizio Giuliano.

Den Vereinten Nationen zufolge haben die USA bisher umgerechnet 75,3 Millionen Euro für die Katastrophenhilfe bereitgestellt, gefolgt von Großbritannien mit 31,8, Deutschland und Australien mit je 24,8 und der UNO selbst mit 21.

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