- 20.08.2010, 10:49:18
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Salzburger Trilog im Zeichen der Nachhaltigkeit
Wien (OTS) - Bereits zum neunten Mal findet heuer der Salzburger
Trilog statt. Zwischen 20. und 22. August werden bei der vom
Außenministerium und der Bertelsmann-Stiftung gemeinsam organisierten
Veranstaltung Fragen der menschlichen Marktwirtschaft und des
qualitativen Wachstums im Mittelpunkt stehen. Ein besonderer Fokus
soll dabei auf der Schwarzmeerregion liegen.
Die Gästeliste ist dieses Jahr eine besonders hochkarätige. Neben
WTO-Generaldirektor Pascal Lamy haben gleich fünf Außenminister aus
der Schwarzmeerregion ihr Kommen zugesagt: Kostantin Gritschtschenko
aus der Ukraine, Elmar Mammadjarov aus Azerbaidschan, Nikolaj
Mladenow aus Bulgarien, Grigol Waschadse aus Georgien und Dimitri
Droutsas aus Griechenland.
Außenminister Michael Spindelegger eröffnet den Trilog am
Freitagabend gemeinsam mit Liz Mohn, der Vizepräsidentin der
Bertelsmann-Stiftung. Die beiden können neben Gunter Thielen,
Präsident der Bertelsmannstiftung, auch den ehemaligen Außenminister
und Altbundeskanzler Wolfgang Schüssel begrüßen.
Nachdem letztes Jahr die globale Wirtschaftskrise im Mittelpunkt
stand, beschäftigt sich der diesjährige Trilog unter dem Titel:
"Building Blocks for Ethical Market Economies in the 21st Century"
mit dem aus der Krise Gelernten und der Notwendigkeit einer
menschlicheren Marktwirtschaft.
Welche Maßnahmen müssen gesetzt werden, um künftige Krisen zu
vermeiden? Ist der herkömmliche Wachstumsbegriff noch adäquat oder
sollten klassische Maßstäbe wie das BIP durch zukunftsträchtigere
ersetzt werden, die mehr Gewicht auf Nachhaltigkeit setzen? Und wie
schaffen wir es, Umweltfragen und soziale Kohäsion mit der Wirtschaft
in Einklang zu bringen? Wie brisant all diese Fragestellungen sind,
zeigt eine von der Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegebene Studie,
laut der 90% aller ÖsterreicherInnen sich eine Wirtschaftordnung
wünschen, "in der Umweltschutz einen höheren Stellenwert hat und in
der der soziale Ausgleich in der Gesellschaft stärker berücksichtig
wird".
Die Schwarzmeerregion, lange schon von höchster Priorität für die
österreichische Außenpolitik, nimmt eine Schlüsselrolle in der
europäischen Nachbarschaftspolitik ein. Sie ist nicht nur eine der am
schnellsten wachsenden Wirtschaftsregionen, sondern auch ein
wichtiger Raum des Energietransits und eine Brücke zu Asien und dem
Mittleren Osten. Daher wird, wie Minister Spindelegger betont, "ein
besonderer Fokus auf der Schwarzmeeregion liegen, eine der
wichtigsten und dynamischsten Regionen, die ebenso über ein enormes
Wachstumspotential verfügt wie über einen Reichtum an
Herausforderungen."
Am Samstag stehen zwei Arbeitssitzungen zu den Themen
"Erkenntnisse aus der Wirtschafts- und Finanzkrise" und "menschliche
Marktwirtschaft" auf dem Programm, bevor am Sonntag darüber
diskutiert wird, welche politischen Maßnahmen getroffen werden
müssen, um den Herausforderungen der Zukunft, allen voran der
Konstruktion einer sozialen europäischen Marktwirtschaft, begegnen zu
können.
Zentral wird in diesem Zusammenhang auch die Strategie Europa 2020
sein, die europäische Vision einer sozialen Marktwirtschaft für das
21.Jahrhundert, die sich ebenfalls einen umfassenden und nachhaltigen
Wachstumsbegriff zum Ziel gesetzt hat.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten Presseabteilung Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550, 3739 Fax: ++43 (0) 50 1159-213 mailto:[email protected] http://www.aussenministerium.at http://www.bmeia.gv.at
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