• 18.08.2010, 11:22:48
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ÖVP Wien fordert Landessportschule in Wien

VP-Marek: "Sport ist Wirtschafts-, Image- und Tourismusfaktor"

Wien (OTS) - Die ÖVP Wien fordert eine eigene Landessportschule in
Wien. "Die Stadt Wien bezeichnet sich selbst gerne als Sportstadt.
Dafür getan wird aber nichts. Das zeigt etwa die Situation beim
Nachwuchssport. Wien fördert die Nachwuchsarbeit gerade einmal mit
rund 720.000 Euro. Selbst im deutlich kleineren Vorarlberg beträgt
diese Summe das Doppelte, nämlich 1,46 Millionen Euro", illustrierte
die Landesparteiobfrau der ÖVP Wien, Christine Marek, bei einer
gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖVP-Wien-Sportsprecherin Ines
Anger-Koch und dem Spitzenkandidaten der ÖVP Meidling, Dinko Jukic,
die Prioritätensetzung in Wien. "Eine eigene Landessportschule wäre
das längst notwendige Bekenntnis zum Sport. Darüber hinaus wäre ein
solches Kompetenzzentrum die große Chance für Wien, echte Kompetenz
in Sachen Sportpolitik zu zeigen."

Eine eigene Landessportschule ist eine der Forderungen im
Sportkonzept der ÖVP Wien. Die weiteren: Wien muss öfter als bisher
Austragungsort für internationale Wettbewerbe sein; Wien braucht eine
multifunktionale Mehrzweck-Sporthalle; bessere Förderung des Breiten-
und Vereinssports; verstärkte Öffnung der Sportstätten für die
Vereine; Schaffung von professionellen Bedingungen für unsere
Medaillenkandidaten in den verschiedensten Sportarten.

Marek verwies in diesem Zusammenhang auf den Sport als Wirtschafts-,
Image- und Tourismusfaktor: "All das hat das Land Niederösterreich
rechtzeitig erkannt und bereits 1990 mit der Sportwelt
Niederösterreich eine eigene Landessportschule in St. Pölten
errichtet. Diese verfügt mittlerweile nicht nur über eine
Leichtathletikanlage und ein Tennisstadion, sondern auch über eine
Eventarena, ein eigenes Eissportzentrum und über ein integriertes
Oberstufenrealgymnasium sowie eine Handelsschule." Die
Schlussfolgerung der Wiener ÖVP-Chefin: "Ein solches Projekt würde
auch Wien gut zu Gesicht stehen. Immerhin wäre damit ein immenser
Image-Wert verbunden, man könnte mit dem Bau die Wirtschaft
ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig einen
volkswirtschaftlichen Nutzen lukrieren - Stichworte Gesundheit und
Prävention. Dazu kommt, dass gerade im Schulbereich bei der
Nachmittagsbetreuung Sport eine wesentlich größere Rolle einnehmen
könnte als bisher."

Wien braucht Mehrzweckhalle

Ines Anger-Koch betonte, dass Wien endlich eine multifunktionale
Mehrzweckhalle brauche: "Das derzeitige Angebot muss man leider als
unzureichend bezeichnen. Wien ist neben Warschau, Bukarest und
Belgrad die einzige europäische Großstadt, die über keine solche
Halle verfügt. Genauso gibt es in Wien bis heute kein
Sportstättenkonzept. Immer noch funktioniert die Vergabe von Plätzen
nach dem System der Freunderlwirtschaft, Vereine sind mit langen
Wartezeiten konfrontiert. Man könnte etwa die Turnsäle in Schulen in
den Sommermonaten flächendeckend für Vereine nutzbar machen, um
diesem Problem gegenzusteuern", so Anger-Koch. Sie regte auch an, die
Verwaltung der Sportstätten an die organisierten Dachverbände
abzugeben: "Die kennen sich aus, die wissen am besten Bescheid über
die Bedürfnisse der Vereine. Die Stadt Wien sollte hier Profis ans
Werk lassen."

Förderungen nicht treffsicher

Auch Dinko Jukic kritisierte die mangelnde Treffsicherheit der
Sportförderungen in Wien: "Die Förderung landet in vielen Fällen
nicht dort, wo sie gebraucht wird. Das hat bereits zahlreiche
Spitzensportler dazu veranlasst, aus Wien abzuwandern und in anderen
Bundesländern oder sogar anderen Kontinenten die besseren
Trainingsmöglichkeiten zu nutzen. In Wien hat man leider vielfach das
Gefühl, dass die Stadt alles versucht, um Spitzensportlern das Leben
zur Hölle zu machen", sprach der Spitzenschwimmer aus eigener
Erfahrung.

Darunter leide der Ruf Wiens als Sportstadt ganz massiv. "In Wien
werden zwar olympische Sportarten betrieben, über internationale
Topvereine verfügen wir aber nicht. So gibt es derzeit keinen
einzigen Wiener Basketball-Verein, der auch international vertreten
ist. Ohne Vorbilder kann man aber auch im Nachwuchsbereich nicht viel
erreichen", kritisierte Jukic, der in der laufenden Diskussion um
eine mögliche Bewerbung Wiens für die Schwimm-Europameisterschaften
abschließend eine Verstärkung der Bemühungen Wiens forderte.

Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle
Tel.: (01) 515 43 - 940, Fax:(01) 515 43 - 929
mailto:[email protected]
http://www.oevp-wien.at

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