- 16.08.2010, 17:25:51
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Mit Diabetes richtig gut leben: Früherkennung und Behandlung vermeiden Spätfolgen!
Spezialisten-Team im Herz-Jesu Krankenhaus steht ambulant und stationär für Betroffene bereit.
Wien (OTS) - In Österreich sind derzeit bis zu 550.000 Menschen an
Diabetes mellitus erkrankt, davon leiden rund 50.000 Kinder und
Jugendliche an Diabetes-Typ 1 und ungefähr 500.000 an Typ 2, früher
auch Altersdiabetes genannt. Im Herz-Jesu Krankenhaus in
Wien-Landstraße (ein Spital der Vinzenz Gruppe) steht ein
Spezialisten-Team in der Abteilung für Innere Medizin ambulant und
stationär für Betroffene bereit.
Diabetes mellitus, auch als Zuckerkrankheit bekannt, ist eine
chronische Stoffwechselerkrankung, die sich durch einen Insulinmangel
und/oder einer Unterempfindlichkeit verschiedener Körperzellen für
Insulin äußert. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und
ist für den wichtigen Transport der Glukose in die Zellen zuständig.
Einem Report der WHO zufolge, leiden europaweit rund 23 Millionen
Erwachsene an Diabetes mellitus. In Österreich ist besonders der
Osten, vor allem die Großstadt Wien, betroffen. Männer haben dabei in
Österreich ein um 25 % höheres Risiko an Diabetes mellitus zu
erkranken als Frauen.
Beim Diabetes-Typ 1 steht der Insulinmangel im Vordergrund, beim
Typ 2 die Insulinunterempfindlich-keit oder auch Insulinresistenz.
Dem Diabetiker kommt dabei einerseits Glukose (= Blutzucker) in den
Zellen abhanden, andererseits richtet die im Blut überreichlich
vorhandene Glukose (=Überzuckerung im Blut) Schäden an Gefäßen,
Nerven und Organen an. Diese Schäden bleiben von vielen Patienten
vorerst unbemerkt. Spätfolgen der unentdeckten Zuckerkrankheit sind
Herzinfarkt, Schlaganfall, Nieren-versagen und Erblindung. Im
schlimmsten Fall endet der unbehandelte Diabetes tödlich. Zusätzlich
zu diesen beiden Diabetes-Typen, kann Diabetes auch durch
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, durch hormonelle Erkrankungen
oder Medikamente wie Kortison hervorgerufen werden.
Rechtzeitige Diagnose und Behandlung vermeiden Spätfolgen!
"Auch bei oft langer Beschwerdefreiheit können einige Symptome
frühzeitig auf Diabetes hinweisen: großer Durst (oft erstes
Anzeichen), Abgeschlagenheit und Leistungsabfall, häufiges
Wasserlassen, Gewichtsabnahme oder Heißhunger", so Dr. Silke Böcskör,
leitende Oberärztin der Diabetes-ambulanz. Diabetes muss unbedingt
behandelt werden. Bei Diabetes-Typ 1, der auch im späteren Alter
auftreten kann, muss sofort nach der Diagnose die Insulintherapie
durch kontinuierliches Verabreichen von Insulinpräparaten beginnen.
Typ 2, der sich mittlerweile zur weltweiten Massen-erkrankung mit
steigender Rate an Neuerkrankungen - manchmal auch im Jugendalter -
entwickelt hat, lässt sich durch einen gesunden Lebensstil vermeiden.
Je früher die Therapie (fettarme, ballast-stoffreiche Ernährung,
körperliche Aktivität, Gewichtsreduktion, Nikotinverzicht,
Diabetesmedikamen-te) einsetzt, umso besser stehen die Chancen auf
ein normales, beschwerdefreies Leben.
Stoffwechselerkrankungen - Schwerpunkt im Herz-Jesu Krankenhaus.
Das Herz-Jesu Krankenhaus hat sich schon vor vielen Jahren auf
Stoffwechselerkrankungen ins-besondere Fettstoffwechselstörungen und
Diabetes mellitus spezialisiert. Diese Erfahrungen und das Fachwissen
kommen dem Patienten bereits in der Diabetesambulanz zu Gute.
Anamnese und Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen
(Blutzucker, Größe, Gewicht, Blutdruck, Fußpulse und
Sensibilitätsprüfung) geben Aufschluss. Falls erforderlich, wird eine
Therapie eingeleitet oder eine bestehende optimiert.
Die ambulante oder stationäre Behandlung umfasst dabei neben der
Einstellung auf orale Medika-tionen auch die individuelle
Insulinverabreichung und die erweiterte funktionelle Insulintherapie.
"Nach der Diagnosestellung wird dem Patienten eine strukturierte
Diabetesschulung angeboten; die Schulungsinhalte wie allgemeines
Wissen über Diabetes, Medikamente, Insulin-, Pen- und Hypo-schulung
sowie Fußinspektion werden vom Facharzt für Innere Medizin, einer
Diätologin und mir vermittelt", erklärt Diabetesberaterin DGKS
Franziska Renner. Eine Informationsmappe mit den Vortragsinhalten und
weiteren wichtigen Hilfestellungen bekommt der Patient gleich zu
Beginn. Zusätzlich hat der Patient bereits im Krankenhaus die
Möglichkeit, sich mit Geräten zur Blutzucker-Selbstkontrolle, zur
Insulin-Selbstinjektion und mit Injektionshilfen in breiter Auswahl
unter Anleitung vertraut zu machen. "Intensive Beratung und
Begleitung sind gerade am Anfang für viele Betroffene eine große
Stütze und tragen maßgeblich zum Erfolg des weiteren
Therapieverlaufes bei.", so Mag. Karin Lahnsteiner, Klinische
Psychologin im Herz-Jesu Krankenhaus.
Der Diabetes-Patient wird in der Regel nach seiner Entlassung alle
drei Monate zur Kontrolle und zur Bestimmung seines
Langzeitzuckerwertes (Hba1c) eingeladen, mit dem der
durchschnittliche Blutzuckerspiegel der letzten sechs bis zehn Wochen
ermittelt werden kann.
Informationen und fachärztliche Beratung.
- Diabetes- und Stoffwechselambulanz: Mo, Mi: 8 - 10 Uhr, Tel.
Terminvereinbarung unter +43 (1) 712 26 84-1438
Bildmaterial unter: www.vinzenzgruppe.at
Rückfragehinweis:
Mag. Daniela Eberle
Leitung Marketing & Kommunikation
Mobil: +43 (1) 664 81 90 997
E-Mail: daniela.eberle@kh-herzjesu.at
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