- 16.08.2010, 10:31:53
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Irak-Debakel: Profil veröffentlicht zwei völlig verschiedene Originaldokumente
Hat Profil selbst gefälscht und manipuliert?
Wien (OTS) - "Dümmer geht es nimmer", so der BZÖ-Pressedienst
zur Profil-Redaktion. Die in Profil Nummer 32 veröffentlichte
Übersetzung und die in Nummer 33 präsentierte Übersetzung des
angeblichen Berichts des irakischen Außenministeriums über
Saddam-Millionen an Jörg Haider und Ewald Stadler unterscheiden sich
gravierend. Der BZÖ-Pressedienst veröffentlicht deshalb ein
Fehlersuchbild für die Profil-Redaktion.
Ein paar kleine Suchtipps - ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Bei der neuen Version des "hundertprozentig echten" Dokuments fehlt
das Siegel der Erstversion - vielleicht deshalb, weil Profil bemerkt
hat, dass dieses Siegel erst seit diesem Jahr in irakischer
Verwendung ist, also für ein Dokument aus dem Jahr 2008 schlecht
taugt.
Die Groß - und Kleinschreibung differiert allein in der Kopfzeile.
Die grafische Lage des Briefkopfes ist verändert.
Der Stempel des Ministeriums ist ein anderer und grafisch verschoben.
Das Datum steht an anderer Stelle.
Der erste Absatz besteht einmal aus fünf Zeilen, einmal aus vier.
Der dritte Absatz besteht einmal aus zwei Zeilen, einmal aus drei.
In einer Version wird Jörg Haider mit "Ö" geschrieben, in der anderen
mit "O".
Das Datum des Besuchs differiert, ansonsten ist aber wortident der
gleiche Text vorhanden, mit der genau gleichen Summe.
Bei der neuen Version ist auch die auf der Erstversion vorhandene
Unterschrift zufälligerweise abgeschnitten, vielleicht deshalb, weil
der Unterschreiber nichts von dieser Unterschrift weiß.
Angesichts dieser gravierenden Unterschiede entsteht mittlerweile der
unglaubliche Verdacht, dass nicht Profil auf eine Fälschung
hereingefallen ist, sondern hier selber bewusst gefälscht und
manipuliert wurde. Hier bedarf es einer sofortigen umfassenden
Prüfung und einer umfassenden Stellungnahme von Profil. Bis jetzt ist
ja nur bekannt, dass Profil an die Echtheit des Dokumentes glaubt,
weil "Wer soll das gefälscht und sich die Mühe gemacht haben, das
Papier in Damaskus übersetzen zu lassen?", so Profil-Chefredakteur
Lackner gegenüber der Presse am Sonntag.
Anhänge zu dieser Aussendung finden Sie als Verknüpfung im
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Meldung" unter http://www.ots.at
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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