• 12.08.2010, 16:05:10
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"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner "Schlechtes Schulbeispiel"

Politiker sollten endlich erkennen, dass Machtspiele Eltern nicht interessieren.

Wien (OTS) - Die Debatte ist so alt wie der Berufsstand. Nun ist
sie wieder entbrannt. Wer soll für jene, die die Kinder unterrichten,
zuständig sein? Der Bund? Die Länder? Faktum ist: Das derzeitige
System durchschauen nur Verwaltungsfeinspitze - es ist kompliziert,
intransparent und teuer. Es gibt Bundes- und Landeslehrer, das
Dienstrecht und die Ausbildung sind unterschiedlich. Der Bund zahlt
die Pädagogen, die Länder setzen die "Ihren" ein. Mit kostspieligen
Folgen: Jährlich werden 30 Millionen für Lehrer ausgegeben, die laut
Stellenplan gar nicht vorgesehen sind. Bisher ist jeder Versuch,
diesen Wahnsinn zu beenden, am Kompetenz-Gerangel zwischen Bund und
Ländern gescheitert. Jetzt wird wieder gestritten. Der schwarze
Landeshauptleute-Chef Pröll möchte alle Lehrer in der Obhut der
Länder haben, die rote Unterrichtsministerin Schmied sagt: Alle
müssen zum Bund.
Wie immer geht es um Macht und Besitzstände. Das interessiert
Eltern herzlich wenig. Ihnen ist egal, wer das Schulpersonal sein
Eigen nennt und wer es nach welchem Modus bezahlt. Sie wollen nur
eines: genügend und gute Lehrer. Schließlich heißt es in jeder
Politiker-Sonntagsrede so schön: "Es geht um die beste Ausbildung für
unsere Kinder."

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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