• 11.08.2010, 15:24:07
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"So viele Mönche wie noch nie"

Im Stift Heiligenkreuz gibt es keine Nachwuchskrise

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Wien (OTS) - Wiener Neustadt, 11.08.10 (PEW) Das
Zisterzienserstift Heiligenkreuz hat so viel Nachwuchs wie noch nie,
das wird in den nächsten Tagen deutlich sichtbar. Am 12. August legen
sechs Novizen die "zeitlichen Gelübde" ab, fünf Novizen verlängern
ihre Gelübde. Am 15. August (alle Zisterzienserklöster feiern Maria
Himmelfahrt als Patronatstag) legen sieben Mönche die "ewigen
Gelübde" ab. Am 16. August werden vier Mönche, die ihr theologisches
Studium bereits abgeschlossen haben (Placidus Beilicke. Edmund
Waldstein, Damian Lienhart und Justinus Pech) vom Grazer Weihbischof
Franz Lackner zu Diakonen geweiht. Die neuen Diakone werden in den
Pfarren des Stiftes ihre pastorale Ausbildung machen bzw. ihre
Doktoratsstudien fortsetzen. Am 19. August wird Abt Gregor
Henckel-Donnersmarck sieben junge Männer in das Noviziat aufnehmen
und einkleiden.

Ab 19. August wird es im Stift Heiligenkreuz 88 Zisterzienser geben.
"So eine Welle von jungen Leuten, die unser Leben teilen wollen, gab
es zuletzt im Mittelalte", so P. Karl Wallner. In den letzten Jahren
habe das Stift Heiligenkreuz seinen Personalstand fast verdoppelt.
Inklusive Novizen gebe es jetzt in Heiligenkreuz 81 Zisterzienser, ab
19. August sogar 88. Der Altersschnitt liege bei 47 Jahren.

Am 21. August fahren die Zisterzienser von Heiligenkreuz in das
steirische Stift Rein, wo der bisherige Heiligenkreuzer Prior
Christian Feurstein als Abt des weltältesten Zisterzienserklosters in
sein Amt eingeführt wird. Hauptzelebranten des Festgottesdienstes
sind der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari und der Generalabt der
Zisterzienser, P. Mauro Esteva Alsina.

Unter den sieben Mönchen, die am 15. August ihre "ewigen Gelübde"
ablegen, sind zwei Wiener, zwei Steirer, ein Niederösterreicher und
zwei Deutsche. Einer ist Mikrobiologe, einer Diplomkaufmann und
Wirtschaftswissenschaftler, einer ist Diplomingenieur für
Wasserwirtschaft.

Unter den sechs Novizen, die am Donnerstag ihre "zeitlichen Gelübde"
ablegen, stammt einer aus der Pfarre Gaaden, vier sind aus
Deutschland, einer ist ein Priester von den Philippinen, der die
Zisterzienser auf dem Weltjugendtag in Köln 2005 kennengelernt hat.

Die sieben jungen Leute, die am 19. August eingekleidet werden,
stammen alle aus Deutschland. Einer von ihnen ist Priester, einer ist
Doktor der Kunstgeschichte, alle anderen sind um die 22 /23 Jahre
alt.

Auf die Frage, warum es in Heiligenkreuz so viele Berufungen gibt,
antwortet P.Karl Wallner gelassen: "Sicher nicht, weil wir durch die
CD Chant - Music for Paradise in der Öffentlichkeit bekannt geworden
sind. Die CD hat vielmehr nur bekannt gemacht, was immer schon die
Menschen hierher angezogen hat: die feierliche Liturgie nach den
Normen des Zweiten Vatikanischen Konzils im Gregorianischen Choral.
Die unkomplizierte Freude im Glauben, die aus einer treuen
Verbundenheit mit dem Heiligen Vater und dem kirchlichen Lehramt
kommt. Und sicher auch, dass wir in unserer Gemeinschaft eine große
Eintracht haben. Dass wir eine lebendige Jugendseelsorge haben, dass
wir offen sind für Gäste und Suchende". Alle Eintretenden hätten
ihren Erstkontakt über das Internet gehabt. P. Wallner: "Manche haben
erzählt, dass sie täglich mehrmals die Website des Klosters virtuell
besucht haben, bis sie den Mut fanden, dann endlich einmal das
Kloster auch life zu besuchen".

P. Wallner lässt aber keinen Zweifel: "Im letzten staunen wir selbst
über die vielen Berufungen und haben keine wirkliche Erklärung dafür.
Wir sind Gott sehr dankbar, und erkennen darin einen Auftrag, noch
mehr für ihn zu tun und der Welt von heute das Licht Christi zu
zeigen, das sich auf dem Antlitz der Kirche widerspiegelt". (ende)

Rückfragehinweis:
Erzdiözese Wien, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Tel. 515 52/35 91
E-Mail: [email protected]

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