Zertifiziertes Brustgesundheitszentrum Hietzing

Brustgesundheitszentrum Hietzing als 1. Spital des KAV zertifiziert

Wien (OTS) - Im Juni wurde das Brustgesundheitszentrum Hietzing
als erstes Spital im KAV von einer unabhängigen Expertenkommission (Doczert, St. Gallen; Schweiz) zertifiziert. Damit wird Brustkrebspatientinnen im Krankenhaus Hietzing der international geforderte Standard in der umfassenden Diagnostik, Therapie und Nachbetreuung garantiert.

Die Überlebensprognose von Brustkrebspatientinnen wird von der Erfahrung und Qualität ihrer Erstbehandlung entscheidend beeinflusst. Wissenschaftliche Studien zeigen eine signifikant bessere Prognose für Patientinnen, die in spezialisierten Zentren behandelt werden. Die Europäische Union fordert daher ab 2016 die Behandlung von möglichst allen Brustkrebspatientinnen an zertifizierten Brustgesundheitszentren in der EU.

In Österreich ist es nun erstmals gelungen, sämtliche betroffenen wissenschaftlichen Gesellschaften an einen Tisch zu bitten und einheitliche Kriterien für ein Brustgesundheitszentrum auszuarbeiten. Nach diesen Kriterien werden nun in ganz Österreich interdisziplinäre Brustgesundheitszentren geprüft und zertifiziert. Als erstes Spital des Krankenanstaltenverbundes wurde im Juni 2010 das Brustgesundheitszentrum Hietzing zertifiziert.

"Die Zertifizierung bedeutet, dass die höchsten Qualitätsstandards für die Diagnostik, Therapie und Nachbetreuung von Brustkrebspatientinnen gewährleistet sind. Die Qualitätsstandards und vor allem auch die Qualitätssicherung wurden intensiv in einem zweitägigen Prozess von unabhängigen Fachexperten einer strengen Überprüfung unterzogen," sagt Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda, Leiter des Brustgesundheitszentrums Hietzing. In Zeiten von Internetrankings oder Auflistungen "bester Ärzte" in Zeitschriften ist es für die betroffene Frau besonders schwierig in Erfahrung zu bringen, wo sie mit einer so schwerwiegenden Verdachtsdiagnose Brustkrebs eine optimale Behandlung erhalten kann. Durch die Zertifizierung verpflichtet sich ein Brustgesundheitszentrum, innerhalb von 10 Tagen einen Verdachtsbefund durch entsprechende Maßnahmen histologisch abzuklären und die bestmögliche Therapie zu gewährleisten.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Vernetzung und Qualitätskontrolle zum Wohle der Patientin

Das Brustgesundheitszentrum Hietzing besteht nicht an einzelnen Abteilungen, sondern es ist der Zusammenschluss vieler Expertinnen und Experten der verschiedensten Fachgruppen, die sich alle auf die umfassende Betreuung von Brustkrebspatientinnen spezialisiert haben. Belastende und unnötige Doppeluntersuchungen werden dadurch vermieden. Durch die gemeinsamen interdisziplinären Konferenzen können alle Aspekte der Diagnostik, Therapie und Nachsorge in koordinierter Weise für die Patientin geplant und besprochen werden.

Auch die Vernetzung mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten ist ein zentraler Aspekt. Dadurch wird der Kontakt und die wohnortnahe Versorgung der Patientin durch ihren Hausarzt oder Facharzt gewährleistet. Andererseits ist der niedergelassene Arzt durch einen intensiven Dialog mit dem Brustgesundheitszentrum in die Betreuung aktiv involviert. Auch dadurch werden unnötige Mehrfachuntersuchungen vermieden, die Spitalsambulanzen entlastet, ohne dass die Betreuungsqualität darunter leidet. Ganz im Gegenteil:
Sie wird durch die wohnortnahe und mit dem Brustgesundheitszentrum abgesprochene Nachsorge sogar entscheidend verbessert.

Die vorgeschriebene Qualitätskontrolle bietet nicht nur der einzelnen Patientin Vorteile. Ein einheitliches Dokumentationssystem ermöglicht den Erfahrungsaustausch und Ergebnisvergleich mit anderen Brustgesundheitszentren in Europa. Dadurch wird die kontinuierliche Weiterentwicklung von Diagnostik, Therapie und Nachsorge auf neuestem wissenschaftlichen Standard gewährleistet.

Zertifizierte Brustgesundheitszentren - eine Forderung der Österreichischen Krebshilfe

Die Österreichische Krebshilfe fordert neben einem qualitätsgesicherten flächendeckenden Mammographiescreening nach den EU Richtlinien auch schon seit langem die Betreuung von Brustkrebspatientinnen durch interdisziplinäre zertifizierte Brustkrebszentren. Diese zertifizierten Zentren sollen in den zu erstellenden Österreichischen Strukturplan Gesundheit aufgenommen werden. Es geht dabei nicht darum, eigenständige und unabhängige Organabteilungen neu zu schaffen, sondern den bestehenden Strukturen der Spezialisierung Rechnung zu tragen und für Patientinnen die bestmögliche umfassende Betreuung zu ermöglichen. Über die Internetseite der Österreichischen Krebshilfe könne die derzeit bestehenden und bereits zertifizierten Brustgesundheitszentren in Österreich abgefragt werden www.krebshilfe.net

Rückfragen & Kontakt:

Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda,
Präsident der Österreichischen Krebshilfe
Leiter des Brustgesundheitszentrum Hietzing
Wolkersbergenstaße 1, A-1130 Wien
E-Mail: paul.sevelda@wienkav.at
Tel.: +43-0664-160-06-14

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OKD0001