• 11.08.2010, 09:59:03
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"Schenk mir deine Zeit! Nicht nur dein Geld!"

Österreichisches Jugendrotkreuz zum Tag der Jugend am 12. August

Wien (OTS/Jugendrotkreuz) - "Wir geben Kindern und Jugendlichen in
Österreich eine Stimme und machen uns für sie stark", sagt Karl
Zarhuber, Generalsekretär des Österreichischen Jugendrotkreuzes. Zehn
Anliegen von Kindern hat das Jugendortkreuz formuliert. Von richtiger
Ernährung über lustvolles Lernen bis zum Zusammensein mit den Eltern
werden Bedürfnisse genannt und deren Erfüllung gefordert. "Die
klassischen Kinderrechte - die in der österreichischen Verfassung
nach wie vor nicht verankert sind - sichern vorrangig die persönliche
Integrität von Kindern und ihre grundlegenden Lebens- und
Überlebensbedürfnisse. Wir gehen in unserer Charta weiter: in zehn
Forderungen haben wir Anliegen und Wünsche wie Zeit, Selbstwert,
Zuwendung, Bildung und Ernährung festgehalten", erläutert Zarhuber.

Die Kindercharta ist aus der Sicht von Kindern formuliert - mit gutem
Grund, denn das Jugendrotkreuz sieht sich auf der Seite der Kinder.
Die zehn Punkte sind das Ergebnis der internationalen Kampagne "Deine
Stärken. Deine Zukunft. Ohne Druck.".
"Aus einer Studie wissen wir, dass Kinder und Jugendliche in unserer
Gesellschaft massiven Druck verspüren: 75 Prozent der Kinder in
Österreich geben an, dass der größte Druck in ihrem Leben in der
Schule entsteht. 73 Prozent fühlen sich von der hohen
Erwartungshaltung der Eltern überfordert", so der Generalsekretär.
Ein Satz gibt der Charta den Zusammenhalt: "Lasst uns Kinder sein".
Viele Punkte haben klare Adressaten: Das sind einerseits die Eltern,
wenn es um Forderungen geht wie: "Schenk mir deine Zeit! Nicht nur
dein Geld!", "Ich will essen, was gut für mich ist" oder ganz direkt:
"Ich brauche Eltern, die wissen, was sie tun". Aber auch die
Pädagogen sind angesprochen in Punkten wie "Zeig mir meine Stärken.
Hilf mir, wo ich schwach bin!" und "Lernen macht mit Spaß. Verdirb
ihn mir nicht."

Das Jugendrotkreuz scheut sich auch nicht, einen bildungspolitischen
Brennpunkt anzusprechen: "Ich will Deutsch sprechen. Und meine erste
Sprache!" Kinder, die Deutsch als Zweitsprache lernen, sollen sowohl
in Deutsch als auch in ihrer Muttersprache gefördert werden.
"Wir wollen die Umsetzung dieser Punkte erreichen - hier ist auch die
Politik gefordert", so Jugendrotkreuz-Generalsekretär Zarhuber
abschließend.

Die Jugendrotkreuz-Kindercharta ist auf
www.jugendrotkreuz/kindercharta.at zu finden.

Rückfragehinweis:
Mag. Petra Griessner, Österreichisches Jugendrotkreuz
Tel.: +43 1 589 00-357, Mobil: +43 664 823 48 87 mailto:[email protected], www.jugendrotkreuz.at

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