Neue Hofmöbel "Enzos" im MuseumsQuartier Wien

Wien (OTS) - Nachdem rund 50 Sitzmöbel bereits seit Ende April im MuseumsQuartier zum Verweilen einladen, werden morgen Dienstag, 10.08., weitere Exemplare geliefert - und diese werden als sogenannte "Enzos" in neuem Design das Erscheinungsbild der MQ Höfe verändern. Fotos können ab etwa 10h gemacht werden.

Im vergangenen Winter ist beim Brand des Eispalasts, der aus 127 Möbeln zusammengebaut war, ein Großteil der seit Jahren verwendeten Hofmöbel verbrannt. Um pünktlich zum Sommerbeginn eine Hofmöblierung bieten zu können, wurde ein Teil der Sitzgelegenheiten nach bewährter Methode nachproduziert. Es stellte sich aber auch die Frage, etwas Neues auszuprobieren. Gemeinsam mit dem ArchitektInnenteam PPAG, Anna Popelka und Georg Poduschka, die für die ursprünglichen Möbel verantwortlich zeichneten, entschloss sich die MQ Errichtungs- und Betriebsgesellschaft (MQ E+B) schließlich einen neuen Weg einzuschlagen.

"Auf Grund der großen Stückzahl an Möbeln, die auf einen Schlag neu gefertigt werden mussten, ergab sich für uns die Möglichkeit und Notwendigkeit, über eine Veränderung des Erscheinungsbildes ebenso wie über technische Neuerungen nachzudenken. Ich bin mit dem Endprodukt mehr als zufrieden und freue mich, den BesucherInnen in Kürze die neuen Möbel präsentieren zu können", so MuseumsQuartier Direktor Wolfgang Waldner.

Neu ist dabei nicht nur das Design, sondern auch die Produktionsweise wodurch die Möbel noch feuerfester sowie resistenter gegen Beschädigungen sind. Als Experten wurden von PPAG die Produktdesigner MN*LS, Margarita Navarro und Ludwig Slezak, herangezogen, die bisher in Oberitalien und seit kurzem auch in Wien tätig sind.

"Das Design der neuen Möbel wird durch die neue Produktionsmethode geprägt. So sind die Sitzgelegenheiten im Vergleich zu früher hohl. Verstrebungen im Inneren sorgen für die nötige Stabilität, daraus ergeben sich im Erscheinungsbild die konischen Höhlen als logische Konsequenz", so Ludwig Slezak von MN*LS.

Begeistert von der Kooperation zeigen sich auch die ArchitektInnen PPAG: "Durch die Zusammenarbeit mit Margarita Navarro und Ludwig Slezak sind in das Projekt wichtige neue Impulse eingeflossen, da sie als Produktdesigner in vielen Dingen einen anderen Ansatz haben als wir. Nach langen Recherchen konnte so gemeinsam die optimale Lösung gefunden werden, was uns besonders freut, da wir nach sieben Jahren gerne eine neue verbesserte Variante kreieren wollten".

Produziert werden die neuen Möbel von zwei Firmen in Italien. Im ersten Schritt wird die Aluminiumform hergestellt, in die dann in einem speziellen Rotationsverfahren die Kunststoffmasse hineingegossen wird. Die neuen "Enzos" bestehen aus Polyethylen und sind somit zu 100% recyclebar.

Ein weiteres Novum ist, dass die Möbel nicht mehr Jahr für Jahr umgefärbt werden, stattdessen wird es ab nun immer mehrere Farben gleichzeitig geben. Ungefähr ein Viertel wird jährlich neu produziert, da jene Möbel aussortiert werden müssen, die am meisten abgenutzt sind. Begonnen wird mit den Farben "Lush Meadow Green", "Ivory tusk white" (Elfenbein-Weiß), "Strawberry Field Red" und "Candy Shop Pink". Neu ist zudem auch, dass die "Enzos" direkt über den Shop des MQ, den MQ Point bestellt werden können.

Gleich geblieben ist hingegen die Außenkontur und die Größe der Möbel, sodass die altbekannte kombinatorische Vielfalt für die unterschiedlichen Aufstellungen gesichert ist. Das Design ist somit nicht völlig neu, die Veränderungen liegen im Detail. Daher haben PPAG und MN*LS einen ähnlichen, aber nicht gänzlich neuen Namen für dieses Produkt kreiert: "Enzo". Die Möbel sehen zwar ähnlich aus wie bisher, sind aber dennoch ein völlig neues Produkt und benötigen daher einen neuen Namen. Der italienische Name "Enzo" ist dabei zugleich ein Hinweis auf den Produktionsort.

Geschichte MQ Hofmöbel

Kurz nach der Eröffnung im Sommer 2001 wird Kritik laut, dass die Höfe des MuseumsQuartier zu leer und zu unbelebt sind und es zudem außer einigen Holzbänken kaum Sitzgelegenheiten gibt. Im Sommer 2002 entwirft daher der Künstler Josef Trattner Im Auftrag der MuseumsQuartier Errichtungs- und Betriebsgesellschaft (MQ E+B) riesige Schaumstoffobjekte für das Areal, die von den BesucherInnen begeistert angenommen und sogar als Sitzmöbel genutzt werden.

Die Geschäftsführung der MQ E+B schreibt daraufhin einen Designwettbewerb für vielseitig verwendbare Sitzmöbel für die MQ Höfe aus. Diese sollen robust, wetterbeständig sowie verschieden konfigurierbar und verwendbar sein. Sieger wird das ArchitektInnenteam PPAG, Anna Popelka und Georg Poduschka. Im Winter 2002 zieht die Hofmöblierung "Enzis", benannt nach der Kommunikations-Leiterin Daniela Enzi, in Form von "Iglus" erstmals ins Areal ein.

Seitdem laden die Möbel, die auch mit dem Staatspreis für Design ausgezeichnet wurden, jedes Jahr in einer anderen Farbe von April bis Oktober zum Verweilen ein und sind mittlerweile neben den vielfältigen Kulturprogrammen eine der Hauptattraktionen des Areals. Auf Grund des großen Erfolges werden sie auch von WienTourismus und Österreich Werbung für internationale Werbekampagnen eingesetzt. Im Winter wurden die Möbel seit einigen Jahren für den sogenannten "Eispalast" verwendet.

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