• 08.08.2010, 19:32:11
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Wem die Ehr fehlt, dem fehlt auch die Einsicht (Kommentar von Ralf Mosser)

Klagenfurt (OTS) - "Gesetzliche Strafandrohung und Einschreiten
eines Staatsanwaltes sind nicht die Grenze für das Verhalten des
Einzelnen", sagte Heinz Fischer gestern in einer Ansprache. Damit hat
er den Nagel auf den Kopf getroffen. Man kann den für ein
gesellschaftliches Zusammenleben notwendigen Ehrenkodex schon lange
gebrochen haben, ohne dass man dafür strafrechtlich verfolgt werden
kann. Politiker sollten diesen Ehrenkodex besonders ernst nehmen. Wer
Geld von Diktatoren annimmt, wer an Rüstungskonzerne seine Meinung
verkauft, wer seinen Parteifreunden Kohle bezahlt, damit sie auf
ihren Pensionsanspruch verzichten, und wer Russen
Staatsbürgerschaften für Sponsorgelder verkauft, der tritt nicht nur
diesen Ehrenkodex mit Füßen, er begeht damit auch Verrat an der
Gesellschaft. Aber wem die Ehr fehlt, dem fehlt wohl erst recht die
Einsicht.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
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Tel.: 0463/5866-502
mailto:[email protected]

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