• 04.08.2010, 15:23:09
  • /
  • OTS0179 OTW0179

Serbischer Patriarch Irinej kommt am 10. September nach Wien

Anlass des ersten Auslandsbesuchs des Patriarchen ist das 150-Jahr-Jubiläum der serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde St. Sava - Begegnungen mit Fischer und Schönborn

Wien (OTS/PEW) - Wien-Belgrad, 04.08.10 (PEW) Der neue
serbisch-orthodoxe Patriarch Irinej besucht von 10. bis 14. September
Wien. Es ist sein erster offizieller Auslandsbesuch. Unmittelbarer
Anlass ist das 150-Jahr-Jubiläum der Wiener serbisch-orthodoxen
Kirchengemeinde St. Sava im 3. Bezirk. Patriarch Irinej wird in Wien
u.a. mit Bundespräsident Heinz Fischer und mit Kardinal Christoph
Schönborn zusammentreffen. Derzeit laufen in Belgrad und in Wien die
Vorbereitungen für den Besuch auf Hochtouren. Für die Vorbereitungen
ist Bischof Irinej (Bulovic) von Novi Sad zuständig. Wien zählt
bevölkerungsmäßig zu den vier größten serbischen Städten der Welt (in
Wien und Umgebung leben an die 200.000 serbisch-orthodoxe Christen).

Der erste offizielle Termin mit Patriarch Irinej und seiner
Delegation ist für Freitag, 10. September, 19 Uhr in der
Nationalbibliothek geplant. Die Stiftung "Pro Oriente" zeichnet den
Patriarchen mit dem Titel eines Protektors aus. Die Laudatio wird der
Wiener Diplomat und Theologe Michael Weninger halten.

Am Samstag, 11. September, zelebriert der Patriarch um 9.30 Uhr in
St. Sava (1030 Wien, Veithgasse 3) einen Festgottesdienst. Um 18 Uhr
ist Irinej I. in der orthodoxen Dreifaltigkeitskathedrale am
Fleischmarkt zu Gast. Metropolit Michael Staikos empfängt den
Patriarchen feierlich, ein festliches Tedeum wird angestimmt.

Am Sonntag, 12. September, feiert der Patriarch um 9.30 Uhr einen
panorthodoxen Gottesdienst in der serbisch-orthodoxen Auferstehung
Christi-Kirche in Wien-Leopoldstadt. Dabei werden auch ökumenische
und interreligiöse Gäste anwesend sein. Auf Einladung von Kardinal
Schönborn wird der Patriarch am Sonntag in der Wiener Stadthalle an
der großen katholischen Maria-Namen-Feier (Beginn 16 Uhr) teilnehmen

Im Erzbischöflichen Palais wird der Patriarch während seines
Wien-Besuchs zum theologischen und pastoralen Gedankenaustausch mit
Kardinal Schönborn zusammentreffen. Im Zusammenhang damit ist auch
ein Besuch des Patriarchen im Stephansdom und im Dom- und
Diözesanmuseum vorgesehen, wo derzeit die große Serbien-Ausstellung
gezeigt wird.

Patriarch Irinej (bürgerlicher Name: Miroslav Gavrilovic) wurde am
28. August 1930 in Vidova (Serbien) geboren. Er besuchte das
Gymnasium in Cacak, danach das Seminar und die theologische Schule in
Prizren. Anschließend studierte er an der theologischen Fakultät in
Belgrad. Von 1959 bis 1968 lehrte Irinej als Professor an der
theologischen Schule in Prizren. Nach Studien in Athen wurde er zum
Leiter der Mönchsschule im Kloster Ostrog ernannt, um dann von 1971
bis 1974 erneut als Professor in Prizren tätig zu sein. 1974 wurde er
zum Bischof von Moravica ernannt, 1975 zum Bischof von Nis.
Am 22. Jänner 2010 wurde Irinej als Nachfolger von Pavle I. zum
Patriarchen der serbisch-orthodoxen Kirche gewählt bzw. mit der
"apostolischen Art der Wahl" ausgelost: Zuerst wird geheim so lange
abgestimmt, bis sich die geistlichen Würdenträger auf drei Kandidaten
einigen. Dann mischt ein Mönch die verschlossen Umschläge mit den
Namen der Bischöfe und lost den Patriarchen aus. Zuvor wird der
Heilige Geist angerufen. Diese Wahlprozedur wurde eingeführt, um u.a.
die Autonomie der Kirche bei der Patriarchenwahl zu erhalten und den
Einfluss des Staates zu beschränken.

Schon als Bischof von Nis war das (im Jahr 2013 anstehende)
1.700-Jahr-Jubiläum des Edikts von Mailand dem heutigen
serbisch-orthodoxen Patriarchen ein Herzensanliegen. Mit dem Edikt
von Mailand wurde die Christenverfolgung im Römischen Reich endgültig
beendet, die Kirche erlangte die Freiheit. Urheber des Edikts waren
Kaiser Konstantin und seine Mutter Helena, die aus Nis (dem einstigen
Naissus) stammten. Das Edikt von 313 bedeutete eine
weltgeschichtliche Wende, die den weiteren historischen Ablauf
zutiefst bestimmen sollte. (ende)

Rückfragehinweis:
Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Tel. 515 52/35 91
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | EDW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel