• 04.08.2010, 11:50:47
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Leitl: Betriebe sind die tragende Säule des österreichischen Sozialsystems

Unternehmen zahlen jährlich 25,76 Mrd. Euro in die sozialen Töpfe - Einbringungs-quote liegt bei 99,51% - Bei Nichteinbringung springt Insolvenzentgeltfonds ein

Wien (OTS/PWK606) - "Die rot-weiß-rote Wirtschaft trägt mit
25,76 Milliarden Euro die Hauptlast im System der sozialen Töpfe.
Zusätzlich führt sie Beiträge von 14,5 Milliarden Euro für ihre
Dienstnehmer ab", erteilte Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl
Behauptungen, die Unternehmen seien säumige Beitragszahler der
Krankenversicherungen, eine unmissverständliche Absage.

"Unsere Betriebe sind die tragende Säule des österreichischen
Sozialsystems", betonte Leitl und untermauerte die Aussage mit
folgendem Zahlenmaterial: "Die Fakten zeigen, dass Unternehmer die
Kranken-, Pensions-, Unfall-, und Arbeitslosenversicherungsbeiträge
zu fast 100 Prozent zahlen. Bei 25,76 Milliarden Euro bedeutet dies
eine Einbringungsquote von 99,51 Prozent im Jahr 2009, in dem
bekanntlich die Wirtschaft um 3,9 Prozent eingebrochen ist. Die immer
wieder beklagte Finanzierungslücke der Krankenversicherungen lässt
sich somit nicht auf vermeintlich nicht geleistete Zahlungen der
Unternehmen zurückführen", stellte der WKÖ-Präsident klar. Im
Bundesländervergleich sticht Oberösterreich mit einer
Einbringungsquote von 99,68 Prozent - dicht gefolgt von Tirol mit
99,66 Prozent - besonders positiv hervor.

"Leider gibt es auch bei Unternehmen vereinzelt Fälle eines
redlichen Scheiterns", so Leitl: Die Nichteinbringungsquote liegt
jedoch gerade einmal bei 0,49 Prozent. Nicht eingebracht werden im
Wesentlichen Beiträge insolventer Unternehmen. In diesen Fällen
springt der Insolvenzentgeltfonds ein und leistet die nicht
abgeführten Dienstnehmerbeitragsanteile an die Sozialversicherungen.
Dieser Fonds wird wiederum ausschließlich von Unternehmen finanziert.

"Wer soviel für die soziale Versorgung der Bevölkerung leistet,
wie die heimischen Betriebe, darf auch einen effizienten Einsatz der
Mittel fordern. Nicht die mangelnden Einnahmen sind das Problem der
Krankversicherungen. Vielmehr sollte man sich Gedanken über
Einsparungspotentiale des Gesundheitssystems machen", unterstrich
Leitl und betonte darüber hinaus: "Durch Investitionen in die
betriebliche Gesundheitsvorsorge, Vermeidung von Doppeluntersuchungen
oder Effizienzsteigerungen können wir die Kosten im
Gesundheitsbereich deutlich senken ohne dabei die Behandlungsqualität
zu mindern. Dies sind wir den Leistungsträgern dieses Landes
schuldig", unterstrich Leitl abschließend. (AC)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Mag. Dr. Rolf Gleißner
Telefon: +43 (0)5 90 900 4288
E-Mail: rolf.gleissner@wko.at

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