- 02.08.2010, 19:12:47
- /
- OTS0176 OTW0176
ÖSTERREICH: Einvernahmeprotokoll bei Staatsanwalt bestätigt Geldflüsse von Gadaffi und Hussein an Haider
Ex-Sekretär Koloini einvernommen: Konten in Liechtenstein und Schweiz - Neuer Zeuge: Mehr als 30 Millionen verspekuliert
Wien (OTS) - Bei den Enthüllungen um die geheimen
Haider-Konten in Liechtenstein überschlagen sich die Ereignisse.
ÖSTERREICH liegt ein Einvernahmeprotokoll von Haiders ehemaligem
Sekretär Franz Koloini vor, das die Existenz der Konten bestätigt.
Koloini wurde vor einem Monat von der Korruptionsstaatsanwaltschaft
in der Sicherheitsdirektion in Klagenfurt einvernommen.
Bei der Einvernahme hat Koloini zu den Geldflüssen rund um Haider
Stellung genommen. Koloini bestätigt in dem Einvernahmeprotokoll,
dass er gehört habe, dass Geld vom verstorbenen irakischen Diktator
Saddam Hussein und vom libyschen Staatschef Muammar Gaddafi an die
FPÖ geflossen sei. 45 Millionen Euro von Gadaffi wären demnach nach
Liechtenstein überwiesen worden, das Geld von Hussein (es stammt von
seinen Söhnen) sei in der Schweiz gebunkert worden.
Ein weiterer Insider aus dem unmittelbaren Umfeld von Jörg Haider,
der namentlich nicht genannt werden will, bestätigte die Version
Koloinis:"Seit dem Jahr 200 gab es ein FPÖ-Konstrukt, wo immer wieder
Millionensummen nach Liechtenstein und in die Schweiz überwiesen
wurden." Haiders ehemaliger Sekretär Gerald Mikscha (für den die
Unschuldsvermutung gilt) hätte Zugriff auf die Konten gehabt und
einen Großteil des Geldes (mehr als 30 Millionen Euro) in London an
der Börse verspekuliert.
Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FEL






