Frauenberger begrüßt Appell des Werberates nach Sujetwechsel

Brauchen gesetzliches Verbot sexistischer Werbung statt Selbstkontrolle

Wien (OTS) - Wiens Frauenstadträtin Sandra Frauenberger nimmt die aktuelle Entscheidung des Werberates zum Anlass, ihre Forderung nach einem gesetzlichen Verbot sexistischer Werbung zu erneuern. "Ein Gesetz brächte mehr Klarheit als es die Selbstkontrolle der Werbewirtschaft vermag", so Frauenberger am Freitag. Erfreut zeigt sich die Wiener Frauenstadträtin, dass auch der Werberat der Kärntner Bierfirma dringend zu einem Sujetwechsel rät. Auch der Werberat habe erfreulicherweise erkannt, dass es beim kritisierten Sujet keinerlei Zusammenhang zwischen beworbener Ware und nackten Frauenkörpern gebe. ****

Die aktuelle Bierwerbung sei aber nur ein Beispiel unter vielen. Daher bleibt die Frauenstadträtin bei ihrer Forderung nach einem bundesgesetzlichen Verbot sexistischer Werbung. "Wir brauchen ein wirksames Instrument zur Eindämmung diskriminierender Darstellung von Frauen und Männern in der Werbung." Dies habe nichts mit Körper- oder Lustfeindlichkeit zu tun und richte sich auch nicht gegen Männer. Vielmehr gilt es, der Prägung oder Verfestigung eines schädlichen Frauenbildes in den Köpfen der Menschen entgegen zu treten.

Die Stadträtin wörtlich: "Wenn Frauen immer noch 25 Prozent weniger als Männer verdienen, wenn jede 5. Frau Opfer von Gewalt und jede 7. Frau Opfer sexueller Gewalt wird und wenn es modern ist, dass sich Mädchen zum 18. Geburtstag eine Schönheitsoperation wünschen, dann hat das mit dem gesellschaftlich verankerten Frauenbild zu tun." Deshalb, so Frauenberger, sehe sie es als ihre Aufgabe als Frauenpolitikerin, dagegen aufzutreten, wenn Frauen klischeehaft oder als sexuelle Lustobjekte dargestellt, herabgewürdigt oder auf ihren Körper reduziert werden. Denn sexistische Werbung habe großen Einfluss auf das vorherrschende Frauenbild in unserer Gesellschaft. (Schluss) lac

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