Burnout-Prävention

bfi Wien liefert Strategien für Mitarbeiter/innen und Führungskräfte

Wien (OTS) - Das Thema Stress bzw. Burnout, die Ursachen und (Neben-) Wirkungen werden in letzter Zeit wieder heiß diskutiert. Es lässt sich angesichts der zunehmenden Krankenstände aufgrund psychischer Überbelastungen wohl nicht mehr verdrängen, Studien belegten schon den Produktivitätsverlust für die Unternehmen. Betroffen sind mittlerweile nicht nur Lehrer/innen, Pflegepersonal oder Ärzt/innen, sondern "Perfektionisten" in allen Berufen und Branchen oder Menschen, die nicht den ihren Fähigkeiten entsprechenden Arbeitsplatz haben. Auch hohe Leistungen ohne fehlende Anerkennung, "Einzelkampf" anstatt produktive Teamarbeit und Konkurrenzdruck - vor allem in wirtschaftlich angespannten Situationen - kann zu negativem Stress bis zum "Ausbrennen" führen.

Während die "Schuldfrage", die Behandlungsmöglichkeiten und Kostenübernahme geklärt werden, ist noch genug Zeit für Reflexion -auch für Mitarbeiter/innen und Führungskräfte.

Mag. Dr. Ursula Peter-Heinrich hat sich mit dem Thema der negativen Auswirkungen von wirtschaftlichen Veränderungen auseinandergesetzt - vor dem Hintergrund ihrer langjährigen Führungserfahrung in Banken und Dienstleistungsunternehmen, ihrer Lehrtätigkeit an der WU und bfi Wien Akademie und als Unternehmensberaterin. Bei ihren "Empfehlungen" geht es auch um Prophylaxe, wie man dem Stress entgegenwirken kann.

Umgang mit Veränderungen, Umstrukturierungen und Verunsicherungen

Für Peter-Heinrich steht die Kommunikation der Führungskräfte an erster Stelle: "Geben Sie laufend und vorweg Informationen - Gerüchte sind immer schlimmer als die Realität und binden Zeit, die für produktive Arbeit zur Verfügung stehen soll. Sprechen Sie die vermuteten Ängste Ihrer MA offen an. Zeigen Sie auch die Vorteile der Veränderung auf - es gibt immer welche. Finden Sie heraus, warum sie erforderlich sind. Wofür könnten Sie die Veränderung nutzen - was könnte nachher viel besser sein als vorher? Teilen Sie diese Vision anschaulich mit Ihren Mitarbeiter/innen, erarbeiten Sie eine gemeinsam getragene Vision und entwerfen Sie einen realistischen Weg dorthin mit Meilensteinen und Zielen. Feiern und würdigen Sie jede erreichte Etappe, das stärkt das Vertrauen in die eigene Bewältigungsfähigkeit."

Vor diesem Hintergrund stellt sich natürlich die Frage der Motivation der Mitarbeiter/innen, die immer mit der Einsicht in den Nutzen der Veränderung zusammenhängt. Führungskräfte können nur die Chance auf Eigenmotivation fördern und unterstützen. "Beobachten Sie, was Ihre MA motiviert und was nicht. Auf welche Ihrer Aktionen Ihre Mitarbeiter/innen wie reagieren. Fragen Sie sich, wie und wann Sie selbst motiviert sind," so Peter-Heinrich. Und an die Mitarbeiter/innen gewandt: " Es hilft die Phasen der Veränderung und die damit verbundenen Emotionen als normal zu kennen und zu wissen, dass sie Zeit brauchen und auch wieder vergehen. Sie bleiben gelassener. Setzen Sie sich bewusst kleine, erreichbare, konstruktive Ziele und schaffen Sie Ihre eigenen Erfolgserlebnisse."

Wie geht man als Mitarbeiter/in mit dem steigenden Leistungsdruck um?

Peter-Heinrich rät zu regelmäßigen "Boxenstopps" und Reflexion inkl. Zielfokussierung: "Was ist wichtig für meinen beruflichen Erfolg? Was ist meine Aufgabe, Funktion? Welche Ziele will ich erreichen? Was daran macht mir Freude? Was kann ich leicht und gut?" Einerseits helfe ein bestimmter Rhythmus, Kraft zu sparen, andererseits: "Raus aus den Routinen und hin zum Ressourcencheck:
"Welche anderen Möglichkeiten gibt es, das Ziel zu erreichen? Welche Ressourcen (Arbeitskraft, Systeme, Ideen) und Unterstützung könnte ich noch nutzen?"

Und aus Sicht der Führungskraft

... kann viel Stress durch "stärkenbasiertes Management" abgebaut und verhindert werden: Ressourcen entsprechend der Frage "wer kann was gut?" nutzen. Unterstützung zu bieten, könne zudem emotional viel bewirken. Die positive Beziehung zum Team ist laut Peter-Heinrich die Grundlage für Höchstleistungen. Als Rollenvorbild werden Ziele gesetzt und kommuniziert. Und: "Das Wichtige und Notwendige konsequent und effizient erledigen (lassen). Unwichtiges ausfiltern, Mut haben zum - berechtigten und wohlüberlegten - Nein, auch nach oben in die Hierarchie, zum Auftraggeber."

bfi Wien Lehrgänge

... bieten die Möglichkeit, für sich persönlich und für das Unternehmen Strategien gegen Stress und für konstruktiven Umgang mit Veränderungen zu entwickeln.
Diplomlehrgang Expert/in für Burnout- und Stressprävention, Informationsabend: 4.10.2010, Dauer: 19.11.2010-2.7.2011 Diplomlehrgang Systemisches Coaching für die Führungspraxis an der bfi Wien Akademie für (angehende) Führungskräfte, Informationsabend:
15.11.2010, Dauer: 17.12.2010-28.5.2011,www.bfi-wienakademie.at

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Mag. Gabriele Masuch, bfi Wien
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