- 29.07.2010, 12:28:11
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FORMAT exklusiv: IHS-Studie fordert Nulllohnrunde bei den Beamten
"Auch generelle Lohnkürzungen im öffentlichen Dienst können angestrebt werden"
Wien (OTS) - Eine neue IHS-Studie zeigt auf, wie teuer Österreichs
Beamte wirklich sind. In der Studie des IHS Kärnten, die dem
Nachrichtenmagazin FORMAT (Freitag-Ausgabe) exklusiv vorliegt,
fordern die Autoren auf Grund der explodierenden Kosten im
öffentlichen Dienst drastische Konsequenzen. Eine Variante zur
Budgetkonsolidierung sei, "dass den Bediensteten im Sektor Staat, wie
im Fall der von der Schuldenkrise betroffenen Staaten (Griechenland,
Spanien, Portugal etc.) auch Gehaltskürzungen zugemutet werden".
Ein Grund für die Kostenexplosion sind laut Studie die kräftigen
Erhöhungen der Beamtengehälter in den vergangenen Jahren. So stiegen
die Gehälter im öffentlichen Dienst seit dem Jahr 2000 um 38 Prozent,
bei Arbeitern und Angestellten waren die Steigerungen wesentlich
niedriger (zehn bzw. 20 Prozent). Die Prognose der IHS-Forscher rund
um Hans-Joachim Bodenhöfer: Passiert nichts, werden die Ausgaben für
Gehälter und Pensionen der Beamten bis 2013 um weitere fünf auf 30
Milliarden Euro steigen. Dabei ist das Bruttomedianeinkommen eines
Bundes- oder Landesbeamten mit 46.066 Euro pro Jahr schon jetzt fast
doppelt so hoch wie jenes in der Privatwirtschaft.
Außerdem schlagen die Wirtschaftsforscher heuer eine Nulllohnrunde
für den öffentlichen Dienst vor: das würde dem Budget eine Entlastung
von 560 Millionen Euro bringen.
Rückfragehinweis:
FORMAT
01 - 21755/4177
Markus Pühringer
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