FORMAT exklusiv: IHS-Studie fordert Nulllohnrunde bei den Beamten

"Auch generelle Lohnkürzungen im öffentlichen Dienst können angestrebt werden"

Wien (OTS) - Eine neue IHS-Studie zeigt auf, wie teuer Österreichs Beamte wirklich sind. In der Studie des IHS Kärnten, die dem Nachrichtenmagazin FORMAT (Freitag-Ausgabe) exklusiv vorliegt, fordern die Autoren auf Grund der explodierenden Kosten im öffentlichen Dienst drastische Konsequenzen. Eine Variante zur Budgetkonsolidierung sei, "dass den Bediensteten im Sektor Staat, wie im Fall der von der Schuldenkrise betroffenen Staaten (Griechenland, Spanien, Portugal etc.) auch Gehaltskürzungen zugemutet werden".

Ein Grund für die Kostenexplosion sind laut Studie die kräftigen Erhöhungen der Beamtengehälter in den vergangenen Jahren. So stiegen die Gehälter im öffentlichen Dienst seit dem Jahr 2000 um 38 Prozent, bei Arbeitern und Angestellten waren die Steigerungen wesentlich niedriger (zehn bzw. 20 Prozent). Die Prognose der IHS-Forscher rund um Hans-Joachim Bodenhöfer: Passiert nichts, werden die Ausgaben für Gehälter und Pensionen der Beamten bis 2013 um weitere fünf auf 30 Milliarden Euro steigen. Dabei ist das Bruttomedianeinkommen eines Bundes- oder Landesbeamten mit 46.066 Euro pro Jahr schon jetzt fast doppelt so hoch wie jenes in der Privatwirtschaft.

Außerdem schlagen die Wirtschaftsforscher heuer eine Nulllohnrunde für den öffentlichen Dienst vor: das würde dem Budget eine Entlastung von 560 Millionen Euro bringen.

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Markus Pühringer

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