Wiener Linien: Neues Nachtnetz mit der 24-Stunden-U-Bahn

96 % Erschließung der Bevölkerung, enge Abstimmung U-Bahn und Nachtbus

Wien (OTS) - In der Nacht von 3. auf 4. September startet in Wien der Nachtbetrieb der U-Bahn an Wochenenden und vor Feiertagen. "Mit einem genau abgestimmten Fahrplan von U-Bahn und Nachtbussen versorgen wir dann 96 Prozent der Wiener Bevölkerung und verbessern die Mobilität in den Nachtstunden am Wochenende deutlich", sagte Wiener Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Die 24-Stunden-U-Bahn ermöglicht an den Wochenenden eine rasche Durchquerung der Stadt. Zusätzlich zu den fünf U-Bahn-Linien verkehren 17 Nachtbuslinien und sieben ASTAX-Linien. Das Intervall der U-Bahnen wird in der Nacht 15 Minuten betragen, die Nachtbusse werden weiterhin im 30-Minuten-Takt verkehren. Das Nachtbusnetz unter der Woche bleibt unverändert.

U-Bahn und Nachtbusse eng aufeinander abgestimmt

Insgesamt werden im Nachtbetrieb 22 U-Bahn-Garnituren und 40 Nachtbusse die Fahrgäste quer durch Wien bewegen. Die Wiener Linien erwarten an den Wochenenden über 30.000 Fahrgäste im neuen Nachtnetz. Nachtbus-Linien, die parallel zu U-Bahn-Linien geführt wären, werden am Wochenende nicht verkehren. Dementsprechend werden die Nachtbusse am Wochenende auch nicht mehr um den Ring fahren, weil vier U-Bahn-Linien die dortigen Wege vollständig erschließen. Fast 350 Umsteigemöglichkeiten mussten im neuen Nachtnetz koordiniert werden.

Nachtbusse ergänzen die U-Bahn

Die Nachtbuslinien werden an die U-Bahn herangeführt und ermöglichen dort die Weiterfahrt abseits der U-Bahn-Strecken. So wird etwa der N26 mit der U1-Station Kagran verbunden bleiben und über Essling bis zur Guntherstraße fahren. Der bisherige Weg des N26 von der City bis nach Kagran wird mit der schnelleren Nacht-U-Bahn (U1) wesentlich verkürzt werden. Die Nachtbuslinien N25, N50, N58, N64 und N75 können an den Wochenenden vollständig mit schnelleren U-Bahn-Verbindungen ersetzt werden.

Informationsoffensive für Bevölkerung beginnt Anfang August

Mit Anfang August starten die Wiener Linien ihre umfassende Informationsarbeit zum neuen Nachtnetz für die Wiener Bevölkerung. Neben Informationen in Medien, über Citylights und Internet, werden auch in den Stationen die entsprechenden Informationen angebracht. Außerdem werden rund 150.000 Taschenpläne mit dem neuen Nachtnetz verteilt.

Für die Wiener Nachtschwärmer wird es am 3. September eine Event-Nacht mit über 35 teilnehmenden Locations geben. Für alle Locations des "Nightride" wird es ein kostenloses Ticket geben, das zugleich für die Öffis gültig sein wird. Ab 3. August kann das Ticket über www.24stundenwien.at ausgedruckt werden.

Für Sicherheit wird gesorgt

Zu den Eckpunkten der Vorbereitungen für die Nacht-U-Bahn gehört ein umfassendes Sicherheitskonzept. Polizeibeamte und MitarbeiterInnen der Wiener Linien werden gemeinsam für Sicherheit und Ordnung in den U-Bahn-Zügen sorgen. Zusätzlich sind über 50 Stationswarte im Einsatz und in rund der Hälfte der Stationen gibt es Videoaufzeichnung. Außerdem kommen videoüberwachte U-Bahn-Garnituren zum Einsatz. Insgesamt werden für den Nacht-Betrieb der U-Bahn rund 200 Beschäftigte der Wiener Linien im Einsatz sein, die sich um Fahrbetrieb, Sicherheit, Wartung, Fahrzeuglogistik, Reinigung und Betriebsaufsicht kümmern werden.

Umsetzung der Volksbefragung

Die Kosten für den 24-Stundenbetrieb der U-Bahn belaufen sich auf rund 5,1 Millionen Euro, die von der Stadt Wien getragen werden.

Die Einführung der Nacht-U-Bahn ist die Folge der von Bürgermeister Michael Häupl angesetzten Volksbefragung im Februar 2010. Dabei entschieden sich 54 Prozent der Wienerinnen und Wiener für den Betrieb der U-Bahn in den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag und Sonntag und vor Feiertagen.

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