ÖAMTC-Tunnel-Test 2010: Österreichs neue Autobahntunnel sind top in Europa, Teil 1 (+ Grafik, + Foto, + Video)

Hierzulande zeigen Investitionen der vergangenen Jahre Wirkung

Wien (OTS) - "EuroTAP, der Europäische Tunneltest, bleibt am
Ball", hat der ÖAMTC gemeinsam mit seinen Partnerclubs in ganz Europa im vergangenen Jahr versprochen. Und so liegt jetzt zum zwölften Mal das Ergebnis des aktuellen Tunneltests (26 Tunnel in 13 Ländern) vor. 16 Mal wurde die Note sehr gut vergeben - darunter auch an die drei österreichischen Tunnel im Test -, vier Mal gut und zwei Mal ausreichend. "Der Jubel ist verhalten, denn immerhin drei Tunnel wurden mit einem Bedenklich und ein Tunnel in Island sogar mit einem Mangelhaft eingestuft", sagt ÖAMTC-Tunnelexperte Willy Matzke.

3 Mal 1 für Österreich, aber: Sicherheit für gehbehinderte Personen fehlt oft

In Österreich wurden Katschberg, Tanzenberg und Kreuzenstein Tunnel getestet. Der Katschberg Tunnel, im Testjahr 1999 als bedenklich eingestuft, 2002 nach erster Modernisierung mit ausreichend, wurde beim heurigen EuroTAP mit sehr gut beurteilt. Er bekam eine zweite Röhre verpasst und verfügt nun über genügend Notausgänge zur Nachbarröhre. Die alte Röhre wurde saniert, beide sind jetzt mit neuer Tunneltechnik einschließlich moderner Videoüberwachung und Verkehrstechnik ausgestattet. "So ähnlich darf man sich auch den Tauerntunnel ab Juni 2011 vorstellen", sagt der ÖAMTC-Experte. Der gleichartige Tunnel an der Tauern Autobahn (A10) wird dann auch über zwei vollwertige Röhren ohne Gegenverkehr verfügen. Auch der jetzt "sehr gute" Tanzenberg Tunnel ist beim Test im Jahr 2001 nur mit ausreichend eingestuft worden. "Er wurde mittlerweile saniert und mit dem neuesten technischen Standard nachgerüstet. Diese Investitionen haben sich also wirklich gelohnt", lobt der ÖAMTC-Experte.

Der bestbewertete Tunnel in Österreich ist aber der erst heuer eröffnete und zum ersten Mal getestete Kreuzenstein Tunnel der neuen Wiener Außenring Schnellstraße (S1) bei Korneuburg. Er verfügt über einen durchgehenden und 3,50 Meter breiten Pannenstreifen und zahlreiche Notzufahrten für die Feuerwehren. "Gleich beim Einstieg sehr gut, das ist wirklich erfreulich, weil sich zeigt, dass man aus den Fehlern anderer Tunnel gelernt hat", sagt der ÖAMTC-Tunnelexperte.

Besonderes Augenmerk hat der ÖAMTC in diesem Test auf die Sicherheit von gehbehinderten Personen gelegt. In allen drei Tunnel kann man sich auch im Rollstuhl über befahrbare Fluchtwege retten, aber nur im Kreuzenstein Tunnel steht mit dem Pannenstreifen ein Fluchtweg abseits der Fahrbahn zur Verfügung. "In den meisten anderen Tunnel sind gehbehinderte Personen auf fremde Hilfe angewiesen", warnt der ÖAMTC-Experte. Auch im meist befahrenen Tunnel Österreichs, dem Kaisermühlen Tunnel der Donauufer Autobahn (A22) in Wien, können Rollstuhlfahrer wegen der Randsteine weder die Fluchtwege erreichen noch kommen sie an Notrufeinrichtungen heran. "Das muss dringend geändert werden", betont Matzke. Eine Großsanierung aller alten Tunnel in Wien samt Errichtung einer neuen Tunnelwarte wurde bisher über Jahre hinausgeschoben.

Aviso an die Redaktionen:
Eine Grafik mit den Gesamtergebnissen zu allen 26 getesteten europäischen Straßentunnel sowie Fotos zu dieser Aussendung sind unter www.oeamtc.at/presse abrufbar. Videomaterial ist bei der ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit unter der Nummer (01) 711 99 1218 erhältlich.

(Fortsetzung)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Eva Käßmayer, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, pressestelle@oeamtc.at, http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0003