• 28.07.2010, 19:00:14
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Geschenkt ist noch zu teuer (von Eva Weissensteiner)

Ausgabe 29. Juli 2010

Klagenfurt (OTS) - "Schloss zu verkaufen", heißt es in Velden, und
zwar schon seit gut einem Jahr. Jetzt geht der Deal noch einmal in
die Verlängerung. Die Sache ist verhext, auf dem Haus scheint ein
Fluch zu liegen. Gut 100 Millionen Euro hat die Hypo in die
Nobelherberge gesteckt, die davor im Dornröschenschlaf gelegen war,
aus dem sie nicht einmal TV-Ruhm hatte erwecken können.

Zu einer "Benchmark" sollte das Schloss werden, jubelten Touristiker
bei der Neueröffnung, zum Vorbild für die Wörtherseehotellerie, zum
neuen Maßstab der Kärntner Gastlichkeit. Ein Fass ohne Boden ist es
geworden, eine Geldvernichtungsmaschine mit sechs Sternen, ein
Protz-Klotz am Bein der Pleitebank. Der neue Besitzer - sollte je
einer gefunden werden - wird sich dringend ein neues Betreiberkonzept
überlegen müssen. Sonst heißt es gar: Geschenkt ist noch zu teuer.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
mailto:[email protected]

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