• 28.07.2010, 12:07:37
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Wissenschaftsministerin Beatrix Karl absolviert Arbeitsbesuch in der Schweiz

Arbeitsgespräch mit Staatssekretär Mauro Dell? Ambrogio - Fachhochschul-Besuch in Manno - morgen Besuch am CERN

Wien (OTS) - Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix
Karl absolviert heute einen Arbeitsbesuch in der Schweiz. Am Programm
stehen unter anderem ein Arbeitsgespräch mit Dr. Mauro Dell?
Ambrogio, schweizerischer Staatssekretär für Bildung und Forschung,
sowie ein Besuch der Fachhochschule (SUPSI - Scuola universitaria
professionale della Svizzera italiana) in Manno. "Österreich und die
Schweiz sind nicht nur als Nachbarländer eng
verbunden, sondern besonders im Bereich Forschung und Innovation
stark vernetzt", unterstreicht die Ministerin.

Thema beim Arbeitsgespräch mit Staatssekretär Dell? Ambrogio wird
u.a. die Qualitätssicherung sein, denn in beiden Ländern werden
derzeit diesbezüglich Gesetze ausgearbeitet: Wissenschaftsministerin
Karl plant, im Herbst ein Rahmengesetz zur Qualitätssicherung in
Begutachtung zu schicken. Weiters soll - aufbauend auf den
Ergebnissen des kürzlich abgeschlossenen "Dialog
Hochschulpartnerschaft" - ein Österreichischer Hochschulplan erstellt
werden. Ähnlich wird in der Schweiz gerade ein umfassendes Gesetz
erarbeitet, um eine gemeinsame Qualitätssicherung von Lehre und
Forschung an den Hochschulen sicherzustellen und die Koordination des
schweizerischen Hochschulraumes zu verbessern.

Ebenso wird die Studienplatzfinanzierung Thema des bilateralen
Gesprächs sein. Wissenschaftsministerin Karl wird sich bei
Staatssekretär Dell? Ambrogio über die Erfahrungswerte in der Schweiz
informieren, hat doch die Schweiz 1999 mit der Erarbeitung eines
Gesamtschweizer Modells der Studienplatzfinanzierung begonnen. Auch
für die österreichischen Unis möchte die Ministerin - entsprechend
dem Regierungsprogramm und der Empfehlung des "Dialogs
Hochschulpartnerschaft" - ein Modell zur Studienplatzfinanzierung
erarbeiten. Dazu wurde eine Studie beauftragt, um aus internationalen
Beispielen Rückschlüsse für ein österreichisches Modell zu ziehen.
Ergebnisse sollen dazu bis Jahresende vorliegen.

Weiters wird Beatrix Karl die europäische Forschungsförderung
ansprechen und sich über den aktuellen Stand der Vorarbeiten seitens
der Schweiz zum 8. EU-Rahmenprogramm informieren. In Österreich haben
Vorbereitungen und Diskussionen zur Gestaltung des 8.
Rahmenprogrammes (Laufzeit 2014 bis 2020) bereits begonnen. Die
Beiträge fließen in das "österreichische Reflexionspapier" über das
8. Rahmenprogramm ein, das der Europäischen Kommission sowie den
anderen Mitgliedsländern vom Wissenschaftsministerium bis Jahresende
übermittelt werden soll. Die Schweiz ist zum 7. Rahmenprogramm
assoziiert und arbeitet mit Österreich in 244 Projekten zusammen.
Insgesamt sind 675 Partner aus der Schweiz und aus Österreich in
diesen Projekten engagiert. "Wir können stolz sein auf die
Erfolgsgeschichte der schweizerisch-österreichischen Kooperation im
Forschungsbereich, ein weiterer Ausbau ist im Sinne beider Länder",
so die Ministerin.

Morgen reist Beatrix Karl nach Genf weiter und besucht die
Europäische Organisation für Kernforschung CERN. Sie wird u.a. mit
CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer, sowie mit Felicitas Pauss -
die gebürtige Steirerin ist am CERN für die Außenbeziehungen
verantwortlich - zusammentreffen.

Rückfragehinweis:

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