• 28.07.2010, 10:44:04
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Wer wird Direktor des Leopold-Museums?

Vorstandsmitglied gibt Anforderungsprofil bekannt - Elisabeth Leopold zu "Wallys" Rückkehr

Wien (OTS) - Das nach dem Tod des Gründers vakante Direktorenamt
des Leopold-Museums wird im kommenden Herbst ausgeschrieben. In der
morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe gibt Stiftungs-Vorstandsmitglied
Diethard Leopold das Anforderungsprofil bekannt. Nur wünschenswert,
aber nicht unbedingt erforderlich ist demnach Erfahrung bei der
Leitung eines Museums. Leopold: "Wenn diese Person fachlich
hervorragend ist, könnten der kaufmännische Direktor und der Vorstand
vieles für ihn managen."

Die Hauptkriterien lassen eine neue Tonalität erkennen:
l) "Verständnis für die Periode Wien um die Jahrhundertwende,
speziell für diese Sammlung."
2) "Verantwortungsbewusstsein vor der Geschichte und Sensibilität
gegenüber der jüdischen Gemeinde."
3) "Wie führt man ein lebendiges Museum mit frischen Ideen in die
Zukunft?"

Nur geringe Chancen werden laut NEWS-Information den oft genannten
Kandidaten Alfred Weidinger (Belvedere) und Carl Aigner (Vertreter
des Bundes in der Leopold-Stiftung) eingeräumt.

NEWS war auch als einziges österreichisches Printmedium zur
Übergabe der beschlagnahmten "Wally" an Elisabeth Leopold im New
Yorker "Fortress"-Lagerhaus eingeladen. Die Witwe des
Museumsgründers im Interview: "Das Stückl Holz als solches bedeutet
mir gar nichts, so wie mir auch Geld gar nichts bedeutet. Mir
bedeutet nur Kunst etwas. Und dass mein Mann dieses Bild unter allen
Umständen wiederhaben wollte. Er sagte, er wolle es um jeden Preis
wieder im Museum hängen sehen, neben dem anderen Schiele, denn nur so
haben beide Bilder Bedeutung. Sie sind Zeugen einer großen Liebe",
kommt sie auf das Schicksal von Schieles Modell und Geliebter Valerie
Neuzil zu sprechen. "Aber, mein Gott, auch wenn die Liebe das
Schönste war und ist zwischen zwei Menschen - geheiratet hat er ja
doch eine andere! Dabei hat die Wally alles für ihn getan. Das ist so
traurig."

Zur eigenen Lebenspartnerschaft sagte Elisabeth Leopold unter
Tränen: "Man kann das nicht vergleichen. Schauen Sie, eine
romantische Liebe wie die zwischen Schiele und Wally ist doch etwas
ganz anderes als eine Ehe. Aber natürlich fehlt mir mein Mann jetzt
sehr. Er hätte sich so gefreut."

Wally wird am 20. August wieder im Leopold-Museum hängen. Bis
dahin wird das Bild im New Yorker Museum of Jewish Heritage
ausgestellt. Elisabeth Leopold:
"Ich gönne es ihnen. Es wird ja dann noch lang genug in Wien sein."

Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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