- 22.07.2010, 14:56:53
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Präimplantationsdiagnostik "bedeutet Menschen zu verhindern"
"Aktion Leben"-Generalsekretärin Kronthaler plädiert in "Sonntag"-Interview für klares Verbot der PID
Wien, 22.07.10 (KAP) "Die Präimplantationsdiagnostik (PID) bedeutet
nicht, Leiden zu verhindern, sondern einen Menschen mit einer
bestimmten Krankheit oder Behinderung zu verhindern." Das hat die
Generalsekretärin der "Aktion Leben" Österreich, Martina Kronthaler,
in einem Interview mit der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag"
hervorgehoben. Kürzlich hatte der deutsche Bundesgerichtshof in
einem Grundsatzurteil festgestellt, dass die PID nicht gegen das
Embryonenschutzgesetz verstößt. Fortpflanzungsmediziner forderten
nach diesem Urteil auch in Österreich wieder Gesetzänderungen in
Richtung Erlaubnis, meinte Kronthaler: "Ich erwarte mir daher
intensive Debatten und hoffe, dass alle, auch unangenehme Fakten
über diese umstrittene Methode an die Öffentlichkeit gelangen."
"Wenn Embryonen wegen der Anlage für eine bestimmte Krankheit oder
Chromosomenabweichung aussortiert werden dürfen, dann wird ihnen
nicht die gleiche Würde wie unbelasteten Embryonen zugestanden", so
Kronthaler im Hinblick auf die katholische Lehre, demnach dem Embryo
von Beginn an volles Recht auf Menschensein und Menschenwürde
zusteht.
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