Präimplantationsdiagnostik "bedeutet Menschen zu verhindern"

"Aktion Leben"-Generalsekretärin Kronthaler plädiert in "Sonntag"-Interview für klares Verbot der PID

Wien, 22.07.10 (KAP) "Die Präimplantationsdiagnostik (PID) bedeutet nicht, Leiden zu verhindern, sondern einen Menschen mit einer bestimmten Krankheit oder Behinderung zu verhindern." Das hat die Generalsekretärin der "Aktion Leben" Österreich, Martina Kronthaler, in einem Interview mit der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" hervorgehoben. Kürzlich hatte der deutsche Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil festgestellt, dass die PID nicht gegen das Embryonenschutzgesetz verstößt. Fortpflanzungsmediziner forderten nach diesem Urteil auch in Österreich wieder Gesetzänderungen in Richtung Erlaubnis, meinte Kronthaler: "Ich erwarte mir daher intensive Debatten und hoffe, dass alle, auch unangenehme Fakten über diese umstrittene Methode an die Öffentlichkeit gelangen."

"Wenn Embryonen wegen der Anlage für eine bestimmte Krankheit oder Chromosomenabweichung aussortiert werden dürfen, dann wird ihnen nicht die gleiche Würde wie unbelasteten Embryonen zugestanden", so Kronthaler im Hinblick auf die katholische Lehre, demnach dem Embryo von Beginn an volles Recht auf Menschensein und Menschenwürde zusteht.

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