• 22.07.2010, 12:14:50
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Was PsychologInnen leisten können

Wien (OTS) - "Die medialen Berichte über die hohe Anzahl von
Personen, die auf Grund von psychischen Erkrankungen in Frühpension
gehen, sollten Grund genug sein, klinisch psychologische Behandlung
endlich allen Versicherten auf Krankenschein zugänglich zu machen",
sagt Gisela Pusswald von der Gesellschaft für Neuropsychologie in
Österreich, die klinische PsychologInnen zur Behandlung
neurologischer Störungsbilder ausbildet. "Die Kosten, die infolge
unzureichender Behandlung entstehen, wie etwa durch
Frühpensionierungen oder medikamentöse Behandlung, sind keinesfalls
mit der Höhe einer klinisch psychologischen Behandlung
gleichzusetzen", so Pusswald weiter.

Klinische PsychologInnen sind neben ihrer Tätigkeit in
verschiedenen Abteilungen in Spitälern, auch ambulant tätig und
versorgen PatientInnen mit verschiedenen Krankheitsbildern, wenn sie
bereits das Spital verlassen haben und den langwierigen Weg zurück
ins Arbeitsleben suchen.

Gerade unter den neurologisch Erkrankten, wie PatientInnen mit
Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen durch
Hirnschäden nach Autounfällen, Schlaganfällen oder chronischen
Erkrankungen wie MS oder Epilepsie muss ein Großteil um Frühpension
ansuchen. Durch fehlende ambulante psychologische Betreuung und
Behandlung auf Grund mangelnder eigener finanzieller Mittel schaffen
sie alleine den Weg zurück ins Alltagsleben nicht und können ihre
Leistung am Arbeitsplatz nicht mehr erbringen.

"Klinische PsychologInnen sind sehr gut ausgebildete, meist auf
mehrere Krankheitsbilder spezialisierte Mitglieder in der Kette der
Gesundheitsversorgung, die durch keine andere Berufsgruppe wie z.B.
PsychotherapeutInnen ersetzt werden können, sondern mit ihnen
zusammenarbeiten", erklärt Pusswald.

Pusswald: "Durch das Wissen um die Erkrankungen, deren
Störungsbilder, Diagnostik und die gezielte Behandlung übernehmen
PsychologInnen in der Kette der Versorgung psychisch Erkrankter einen
wesentlichen Part und tragen zur Kostenreduktion, z. B. durch
Einsparung von Medikamentengabe, Verkürzung von Krankenständen,
Verhinderung oder Frühbehandlung von Burn out bei.

Gesundheitspolitiker sind aufgerufen, diesen ökonomischen Aspekt
mit Fachleuten zu diskutieren".

Rückfragehinweis:
Mag Dr Gisela Pusswald
(Gesellschaft für Neuropsychologie Österreich)
[email protected]

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